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Nahalat tsevi · 1932-04-01 · Heft 7-8 (April 1932) · p. Seite 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 7-8 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 241 (sequence 52)
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41ג Gottes staatlich-soziale Gesetze und Gottes Individualgesetze, anvertraut der jüdischen Nation. Der geschichtliche Menschenjammer rührt davon her, weil falsche, weil raenschengeschaffene Gesetze thre ganzen Verhältnisse!beherrschen. Gottes Naturgesetze gewährleisten die Ordnung!der Natur. Gottes;Menschengesetze, die die Ordnung der Menschenwelt gewährleisten würden, hat die Menschheit!nicht angenommen, hat selbst die jüdische Nation verachtet und mit der Seele verworfen. Die Menschenwelt ist in Unordnung, in Wirrsal, in Elend, weil Gottes Menschenrecht sie nicht beherrscht. Der geschichtliche Einzelmensch kommt nichtiauf die Rechnung seines Lebens, weil er selbst das Produkt falscher Komponenten ,ist. Die jüdische Nation weilt in der Oede der Verbannung, weil sie Gottes Menschenrecht verachtet und mit der Seele verworfen hat. Und die Beweise der Wahrheit dieser Offenbarung? Ein indirekter und ein direkter Beweis. 1.) Ein!indirekter Beweis ist die Geschichte der Völker, deren Triebkraft bis zum heutigen Tage die ״Lohe des ewig kreisenden Schwertes“ geblieben ist, jenes Schwertes, das Gott nun auch hinter die unter die Völker zerstreuten Glieder des jüdischen Volkes ״zückt“. Jahrtausende währende geschichtliche ^Erfahrung zeigt, daß die Menschen außer Stande sind, ihre gesellschaftlichen und individuellen Verhältnisse in Ordnung zu setzen und das Zeitalter des Menschenglücks heraufzubringen. Nur wo sie mit den festen Gesetzen Gottes rechnen können, nur in der Natur erreicht ihr spürender Geist eine schwindlige, an Allmacht grenzende Höhe, aber gerade mit dieser Höhe kontrastiert seltsam ihr Kulturdefizit, ihr sozialer, nationaler und internationaler Tiefstand: die Naturgesetze stimmen, aber die Menschengesetze stimmen nicht. Das ״ewig kreisende Schwert“ mäht die Schwachen fort und schwächt schließlich auch die Starken. Der Herrschaft des unter der Anarchie der Menschengesetze ewig kreisenden Schwertes hatte das jüdische Volk durch Einrichtung seiner ganzen Verhältnisse nach den Gottesgesetzen sich entziehen sollen, und nur mit tiefer Erschütterung konnte Alfred Roden jene Stelle der Weissagung lesen, in der es heißt, daß Gott nun auch hinter die den Gottesgesetzen treulos Gewordenen das ״Schwert zücke“, sie mit verstrickt sein lasse in die Anarchie der Völkergeschichte. Erlesene Geister haben immer wieder,

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