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Nahalat tsevi · 1932-04-01 · Heft 7-8 (April 1932) · p. Seite 227

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 7-8 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 227 (sequence 38)
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227 nur die abgesplitterte, eigenwillige und unmaßgebliche Parteimeinung der — Trennungsorthodoxie. Selbst die Berechtigung des;Bannes gegen den Hamburger Tempel wurde von manchen im Stillen angezweifelt, nachdem man sich sogar mit Breslau und allem, was Breslau folgte, abgefunden hatte. Der Antisemitismus, der immer stärker wurde, drängte mit dem Ruf zur Einigung aller deutschen Juden, den er auslöste, den Souveränitäts-Anspruch der Orthodoxie noch weiter zurück, sodaß der Zionismus in den neunziger Jahren leichtes Spiel hatte, sich auch der Orthodoxie als die einzig mögliche Rettung des Judentums zu empfehlen. Ideologisch war der Zionismus mit seinem Jenseits von Treue und Abfall zum Gottesgesetz stehenden jüdischen Pseudonationalismus dadurch vorbereitet, weil die Einheitsgemeinden mit liberalen und orthodoxen Institutionen für ihre Mitglieder schon längst nicht mehr die Anerkennung des J ud ent ums, sondern die Zugehörigkeit zur Judenheit als einziges einigendes Moment notgedrungen anerkennen mußten — also ein negatives. Und doch konnte es auf die Dauer nicht ausbleiben, daß in weiten Kreisen der Orthodoxie das Feingefühl für den Gegensatz zwischen der altjüdischen Zionsliebe und modernem Zionistnus immer mehr erstarkte. Schon im Begriffe von Erez Hakdauscho, des heiligen Landes, tritt ja die Eigenart eines wahrhaft jüdischen Zionismus klar zu Tage. Dieses Land ist für uns heilig, d. h. wir müssen ihm mit unserem Denken und Fühlen den nämlichen Platz einräumen, wie wir ihn auch für andere heiligen Dinge, die es ja im Judentum recht viele gibt, zu reservieren pflegen; denn heilig ist nicht bloß das heilige Land, heilig ist auch Gott, heilig ist auch Israel. Ungezählte Male spricht der Jude während seines ganzen Lebens die Worte: Gesegnet sei Gott, der uns geheiligt hat mit seinen Geboten. Diese Heiligkeit, die wir auch auf Erez Jisroel übertragen, ist keine romantische Redewendung, sie ist vielmehr das Bindglied, vermittels dessen das jüdische Bewußtsein Erez Jisroel für ein gleichwertiges, gleichgeordnetes Glied in das Gesamtbereich des jüdischen Lebens, in den unteilbaren Organismus des Judentums, einreiht. Es geht nicht an, Erez Jisroel aus seiner Verbindung mit den;übrigen Elementen der Thora herauszureißen und vom heiligen Lande zu sprechen während man den Begriff der

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