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Nahalat tsevi · 1932-04-01 · Heft 7-8 (April 1932) · p. Seite 214

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 7-8 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 214 (sequence 25)
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4וג Das Gebot der Thora: לעלם בהם תעבדו gilt nicht so absolut, daß ׳es auch im Falle!einer Kollision mit einer מצוד. רבה wie es die Pflicht der Eheschließung ist, aufrechterhalten werden mußte. Nur eine zwecklose Freilassung von Sklaven ist verboten. Hat ja doch auch ר״א, als er beim Betreten des Gotteshauses: die Erforderliche Zehnzahl nicht antraf, zum Zwecke der Gewinnung einer zehnten Person seinem Sklaven die Freiheit verliehen, weil eben die Rücksicht auf מצוד. דרבים hierbei ausschlaggebend war. Jedoch abgesehen davon: Soll denn, selbst wenn wir zugeben, daß jenes Gebot der Thora absolut gilt, durch die verbotene Freilassung des Sklaven das Vergehen eines anderen verhindert ioder paralysiert werden, wie dies bei dem' Falle in שבת ד geschähe, wenn A. sündigen dürfte, um! die Sünde des jB. aufzuheben? דדוקא היכי דפשע קאמר וכי אומרים לאדם וכר, .Wenn A. nicht sündigen darf, um B. damit eine Wohltat zu erjweisen, so ist es ihm doch nur deshalb verboten, weil nicht einzusehen ist, warum, weil B. gesündigt hat, nun auch A. sündigen soll. WelchesVergehen liegt aber auf seiten des Sklaven vor, der von seinem Herrn freigelassen werden soll? Welcher Sünde macht sich der מחוסר כפורים schuldig, der auf die Opferdarbringung des Priesters wartet? Und welcher Sünde der Priester, der warzenbehaftet untauglich zum Dienste ist? Eher könnte von einer Versündigung im Falle der halbfreigelassenen Sklavin gesprochen werden, weil hier die Unmöglichkeit der Eheschließung allerhand Möglichkeiten der Unzucht eröffnet, mit den Merkmalen eines Notstandes behaftete Möglichkeiten zu betrachten sind: .משום שהיתה מהזרת וממציאד עצמה לזנות ודומים לאנוסין והוי נמי כמצוה דרבים. Auffallend ist’s, daß bei den im vorstehenden skizzierten Gedankengängen (die im ש׳ע ארח ירד ר, ה״ל מעשר יי י/ רמ״בם הל׳ שחיטה etc. ihren halachischen Niederschlag gefunden haben) nicht auch die Stelle in קידושין נ״ה berücksichtigt wurde, wobei es sich um folgendes handelt. Wenn die Mischnah שקלים די ד lehrt, daß בהמה שנמצאת מירושלים למגדל עדר וכמדתה לכל רוח זכרים עולות נקבות זבחי של' ein männliches Tier, das außerhalb Jerusalems in einer bestimmten ׳Entfernung gefunden wird, als Ganzopfer und ein weibliches als Friedensopfer dargebracht werden muß, weil zu vermuten ist, daß diese Tiere aus Jerusalem entfliehen und weil die meisten aus Jerusalem stammenden Tiere Opfertiere sind, sie ihrem vermutlichen Zwecke zugeführt werden müssen,

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