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Nahalat tsevi · 1932-04-01 · Heft 7-8 (April 1932) · p. Seite 212

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 7-8 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 212 (sequence 23)
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212 nischien Verbotes (ר ד י ה) die Verletzung eines Thoraverbotes (אםיה) zu Verhindern, wird von רב ש י ל א auf den Fall bezogen, לעולם בשוגג ולמאן התירו לאחרים, daß das Hineingeben des Brotes in den Ofen irrtümlich geschah und die Frage nun ist, ob ein anderer befugt ist, ein rabbinisches Verbot zu übertreten, um seinen Nächsten vor der Verletzung eines Thora- Verbotes zu bewahren. רב ששת verneint diese Frage: וכי אומרים לו לאדם חטא כדי שיזכה חבירך וכר,!wie darf man zu einem Manschen!sagen: Sündige, um deinen Nächsten aus der Gefahr jder Sünde zu retten? Während diese Frage hier verneint wir, hören wir in עירובין ל״ב einen Ausspruch von רבי , wonach ניחא ליה הבר דליעבד איסורא זוטא ולא ליעבד עם הארץ איסורא רבה, wonach es einem חבר wohl ansteht und er bereit sein soll, ein klares Verbot zu übertreten, wenn er dadurch einen עם הארץ Vor der Verletzung jeines größeren Verbotes bewahren kann. Ebenso heißt es גיטין מ״א in der Mischnah: מי שחציו עבד וחציו בן חורין ... כופין את רבו ועושה אותו בן חורין Ein Sklave, der zwei ,Herren dienstbar war und nur von einem freigelassen wurde )und der in diesem Zustande der Halbheit weder eine שפחה noch eine בת חורין heiraten darf, muß, um die Möglichfceit der Eheschließung zu erhalten, auch von dem anderen Herrn;freigelassen werden, obwohl die Freilassung eines עבד כנעני gegen das Gebot der Thora: ״ לעולם בהם תעבדוsie behaltet ihr immer als Knechte“ (z. B. M. 25, 46) verstößt. Das Gleiche gilt nach גיטין ל״ח auch von einer Sklavin: מעשה באשה אחת שחציה שפחה וחציה בת חורין וכפו את רבה ועשאה בת חורין. Ferner ist es nach פסחים ניט den כהנים gestattet, das Gebot!der Thora, den täglichen Opferdienst mit dem Abendthamid- Opfer zu beschließen, außeracht zu lassen, um Einem eines Sühnopfer Bedürftigen die Möglichkeit der Darbringung des Peßachopfers zu gewähren: דאתי עשה דפסח ודחי עשה דהשלמה ועברי כהנים בעשה ומקריבין למחוב־ כפורים. Ebenso darf nach :עירובין ק einem כהן eine ihm dienstuntauglich machende Warze durch einen anderen mit den Zähnen!entfernt werden, obwohl dabei ein שבות -Verbot verletzt wird, weil eben hierdurch der כהן in den Stand gesetzt wird, seine עבודה zu verrichten. Wir haben also hier vier Fälle, in denen Entscheidungen getroffen wurden, die der Entscheidung in שבת ד׳ zu widersprechen scheinen, Die Lösung des Widerspruchs liegt in t

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