Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 7-8 (April 1932)
- Date
- 1932-04-01
- Page
- Seite 207 (sequence 18)
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20? und [mittelalterlicher Form, auf der anderen Seite das Hineinragen von Erez Jisroel in den Mittelpunkt des Denkens und Schaffens auch solcher Juden, welche noch vor einem halben Jahrhundert jede Erinnerung an die Zionsverheißungen des Allmächtigen!zu;tilgen für gut und notwendig hielten. Man könnte Isogar einen inneren Zusammenhang zwischen diesen beiden [Erscheinungen vermuten; tatsächlich1 ist ja die Befurchtung Max Nordaus in etwas anderem Sinne Wahrheit geworden. Palästina droht ein Nachtasyl zu werden. In den wirtschaftlichen Nöten zeigt sich eine fluchtartige Sehnsucht nach Palästina ,und die Tragik des ganzen Komplexes liegt darin, daß die Pforten auch dieses Nachtasyls nicht mehr offen sind. Es ist ganz müßig zu fragen, ob es anders hätte kommen können. Umsomehr aber erwächst für die Erben der Chälukagründer die ernste Aufgabe, der Situation gerecht zu werden. Diese Erben sind allerdings nicht organisiert und es zeigt sich jetzt mit aller wünschenswerter Deutlichkeit, welch eine Kurzsichtigkeit!es war, daß die Kolalim (die landsmannschaftlichen Vertretungen der Chaluka) nicht zu einer einheitlichen Linie in [Bezug auf ihr ureigenstes Gebiet zu bringen waren. Denn was wollten die Begründer der Chaluka, der vielgeschmähten? Sie wollten der Anschauung zum Siege verhelfen, welche das Wohnen in Palästina in unlösliche Verbindung mit Einstellung des Paseins auf lückenlose Hingabe an die Thora im Forschen und Erfüllen bringt. Man darf wohl in diesem Zusammenhang davon [reden, daß fast alle Bewohner der Städte in Palästina ob [Juden oder die Anhänger der verschiedenen Christlichen Konfessionen mehr oder weniger Pensionäre ihrer Gesinnungsgenossen waren und zum guten Teil noch sind. Merkwürdigerweise machen sich ähnliche Versuche auch!jetzt in Islam geltend. In welcher Weise die Subventionierung erfolgt, dürfte ziemlich belanglos sein. Sind aber die Kolalim bzw. ihre Vertreter (Nesiim) wirklich und ernstlich diese Erben, so haben sie im Augenblick eine!sehr ernste Aufgabe. Man wäre versucht, zu sagen, daß der historische Moment für diese Kreise gekommen ist. Denn füglich wird man sich heute in alllen Kreisen darüber klar, daß der Kernpunkt dieser ganzen Palästinafrage sich letzen Endes auf die Frage Europa oder Orient zuspitzt. Vor mehr als zwei Jahren hatten wir in der Wiener ״Jüdischen