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Nahalat tsevi · 1932-04-01 · Heft 7-8 (April 1932) · p. Seite 202

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 7-8 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 202 (sequence 13)
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202 diese von Erlösungsbotschaft erfüllte Nacht, die Erlösungs- Hoffnung!zur Erlösungsgewißheit uns steigern soll. Denn!nicht der erschütternde Schmerzensschrei eines ohnmächtigen, aus zahllosen Wunden blutenden Volkes, das jeden Anspruch auf Weltgeltung und Zukunft längst eingebüßt und aufgegeben, hat in dieser Jahrtausend alten Sehnsucht gepreßten jAusdruck gefunden, noch hat erlöschende Hoffnungslosigkeit sich in ihr den billigen, nur Mitleid auslösenden Traum augenblicklich verzückter Selbstvergessenheit bereitet. Solange jüdische Wahrheit sich zu dem בונה ירושלם ה׳ bekennt, ist Jeruscholajim aber auch nicht ein verschwommenes, in Zukunftsferne!weisendes aus Leid und Verzweiflung geborenes Gebilde kühner Jioffnungsseligkeit, solange ist Gott der Erbauer Jeruseholajims, ,baut Gott unentwegt an Jerusalems Aufrichtung, und es liegt an uns, diesen Bau und seine Vollendung zu beschleunigen. Gott ,baut Jeruscholajim, alle historischen Ereignisse mit allen!Erschütterungen und allem Leid, das sie in sich bergen, dienen;seinem Aufbau. Gott baut Jeruscholajim, unentwegt sind Propheten bemüht, diese Wahrheit unserem Bewußtsein einzuhämmern, mit deren Anerkennung jüdisches Bewußtsein von Gott und göttlichem Schöpfungswillen steht und fällt. De.nn Solange uns Gottes Schöpfungswille in der Natur verwirklicht jdasteht,!müssen uns auch1 göttliche Schöpfungsabsichten in der Menschenwelt unumstößliche, durch1 nichts zu erschütternde Wahrheiten sein. Jeruscholajim aber mit allem, was es der Menschheit bedeutet, bildet die Vollendung des göttlichen Schöpfungswerkes, und menschliche Verblendung und Torheit könnte dieses Werk vereiteln? Und (so ist Propheten (Sech. 12 folg.) Weltgeschichte die große kampferfüllte Auseinandersetzung zwischen Gott und Menschheit, ob Jerusalem sein soll oder nicht, deren Ausgang in den göttlichen Schöpfungsabsichten sichergestellt ist. Denn;Jerusalem vereinigt in seinem Namen, nach einem tieferen Weisheitswort (ב״רפ׳נ״ו), die auch in dem Bewußtsein der hoachidischen Welt nicht erloschene Ueberlief erung, daß diese Menschenwelt von Gott nicht ins Dasein gerufen sei, daß feie in nicht endenwollenden Kämpfen sich zermürbe, diese Erde!nicht bestimmt sei, im Blutmeer einer sich gegenseitig zerfleischenden Menschheit zu versinken, daß der paradiesische Zuständ vom Frieden auf Erde in dä£ göttliche Schöpfungs-

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