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Nahalat tsevi · 1932-04-01 · Heft 7-8 (April 1932) · p. Seite 203

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 7-8 (April 1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 203 (sequence 14)
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203 werk einbegriffen, durch Menschenwahn und Verblendung wohl verscherzt, das Ziel sei, dem alle welthistorische Entwicklung jzustrebe. Malkizedek hatte den Mut, dieser Gewißheit dadurch ,Ausdruck zu verleihen, daß er die Stätte, deren Herrscher £r war, שלם nannte. Aber erst Awrohom blieb es vorbehalten,!auf der Höhe seines Lebens seinem Volke und der Menschheit;den Weg zu weisen, auf dem allein dieses Ziel erreicht!werden kann. Das geschah in der Stunde der Akeda, da er den Inhalt dieses Erlebnisses in die Worte הי יראה ״Gott schaut“ zusammenfassend, einer Menschheit den Weg zur Moriahöhe wies, wo allein ihre Sehnsucht nach Frieden der Erfüllung entgegenreift. Damit ,aber hat Awrohom die unauflösliche Zusammengehörigkeit ,von Zion und Jeruscholajim der Welt gekündet. So haben auch die Weisen diese Botschaft begriffen, denn; sie lehren: da Awrohom den Namen :dieser Stätte: ״Gott schaut“ nannte, was heute auszusprechen ist: בהר ה׳ ידאה am Berge Gottes wird man geschaut, מלמד שראה אברהם אבינו את״ בה״מק בנוי וחרב ובנוי habe er in diesem Augenblick Gottes Heiligtum auf Zion erbaut, in Trümmern und wieder erbaut geschaut. In Zion und Jeruscholajim erblickt jüdische Lebenswahrheit die Proklamation (der Bedingungen, durch deren Verwirklichung allein das Leben des Heils teilhaftig zu werden vermag, nach dem;es sich sonst vergeblich in Sehnsucht verzehrt. Zion und Jeruscholajim allein vermögen das historische Leid aus der Geschichte zu bannen, nur von der Hoheit seines Herrscherwillens;verstummt Weltenjammer und findet Erlösungssehnsucht 1Erfüllung. Denn Zion bereitet dem Gotteswillen die; Offenbarungsstätte!auf Erden, dem Jeruscholajim, Zion zu. Füßen,!von Zion beherrscht, Zion sich innig vermählend, das reiche, Volle Leben bereitstellt, damit es sein Gepräge von dem!es beherrschenden Gotteswille erhalte. ״Leben und Frieden“ quillt aus dieser Vermählung des Lebens mit dem Gotteswillen,!sie allein ״bricht die Gluten des Bogens“, die Sehnsucht jnaCh diesem ״Frieden“ sichert dem Leben das ״Gute“ dessen Besitz ihm köstlichste Errungenschaft bedeutet. Denn nur!wo das Leben Jeruscholajims Forderungen verwirklicht und!wo dem ewigen Lebenstau trinkt, der von Zions Höhe ihm zuströmt, schwinden die Schirecken der Akeda. Denn wenn des Lebens Bürde schwer auf unseren Schul-

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