Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 5-6 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 189 (sequence 51)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2551369-2551378-2551383--0673-2552169- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
189!Worten der Schrift geweissagt. Mit einer jede Mißdeutung ausschließenden Klarheit weissagt die Schrift, daß dem Kern des jüdischen Volks sein Jahrhunderte lang währender Leidensgang durch die feindlichen Völker als — Sühnegang erscheinen werde, denn ״meine Rechtssätze hatten sie verachtet, meine Gesetze hatte ihre Seele verworfen“; daß in all den Jahrhunderten der Gott ihres Landes ״seinen Bund mit ihnen“ nicht aufheben, daß er nicht aufhören werde, der Gott ihrer Staatsgesetze und ihrer Individualgesetze zu!sein, denn ״ich, Gott, bleibe ihr Gott“; und daß das Gedächtnis dieser Staatsgesetze und dieser Individualgesetze, von den ״Vordem“ einst übernommen, da sie ״aus Mizraitns Land vor den Augen der Völker“ hinausgeführt wurden, auch den zeitfernsten Enkeln nicht schwinden werde bis ans Ende der Tage. Verachtung der Land und Volk betreffenden Staatsgesetze Gottes, Verwerfung der die Glieder des Staatsvolks bindenden Individualgesetze Gottes sind nach der Schrift die Ursachen des Golus. Rückkehr zu den Staats- und Individualgesetzen Gottes, restlose Hingabe des sich ״beugenden Herzens“ an sie sind nach der Schrift die Bedingungen der Erlösung.- (Wird fortgesetzt) Rabbiner Samson Raphael Hirsch und die iädische Mädchenerziehung im Osten. Aus dem Bericht der Leiterin einer Beth-Jakob-Schule in der Czedioslowakei entnehmen wir untenstehende Schilderung, die unseren Leserkreis interessieren dürfte: Vor nahezu einem halben Jahre wurde hier im ״Unterlande“ die erste orthodoxe jüdische Mädchenschule nach dem Vorbild der in Polen und Rumänien bereits in stattlicher Zahl bestehenden Beth-Jakob-Schulen errichtet. Dem Willen des Geistesfürsten der Gemeinde sich willig unterordnend, erhielt die Schule jedoch nicht den Namen der ihr zum Vorbild dienenden Anstalten, da der würdige Führer des Thora-Lebens der Stadt eine Gefährdung des צדקות durch Anlehnung an Aguda- Politik fürchtet. Nichtsdestoweniger ist das Ziel der Töchterer- Ziehung im echt jüdischen Geiste ja bei all diesen Schulen, welchen Namen sie tragen, das gleiche, und da Politik der Schule jederzeit fernbleiben muß, spielt die Benennung auch nur