Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 5-6 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 180 (sequence 42)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2551369-2551378-2551383--0664-2552160- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
150 Bileams (Num. 24,4) bemerkt. Spricht doch in hilch. jess. hatt. 7,3—8,2 Maimonides selbst es aus, worauf auch Ritba andeutungsweise verweist, daß nur Mose und kein anderer Prophet imstande war, das Gotteswort ״gesund“ und ״stehend“ zu vernehmen. Die eigentliche Schwierigkeit der Engelserscheinungen Abrahams, Lots und der Sodomiter ist hierdurch nicht behoben, wohl aber erheblich herabgemildert. Nach dem Grundsätze: (Hos. 14,10) ״Gottes Wege sind gerade, Gerechte gehen in ihnen und Frevler strauchlen in ihnen“ ist die gleiche Vision Blendung des einen und Rettung des anderen. Die Verbrennung Sodoms, die Vernichtung außermenschlicher Materie ist hierbei zunächst außer acht gelassen. Denken wir jedoch an die besondere Fähigkeit unserer Ahnen, seihet an ihren Häusern den Gottesfinger des Ze .vaoth zu erleben, so geht uns eine Ahnung darüber auf, weshalb mit der Prophetie auch das Erleben göttlicher Waltung über außermenschliche Materie uns verlorengegangen oder wenigstens weshalb solche Waltung bei Maimonides begrifflich in die Nähe der Prophetie gerückt erscheint. 3. Es handelt sich hier um das Problem der Realität der Völker oder Menschenvielheiten. Wir wollen uns nicht im Dunkel dessen verlieren, was die Dichter innerstes Wesen eines Volkes nennen oder gar was die Rassentheoretiker im Innern solcher Vielheiten vermuten. Eine körperliche oder auch nur den Willen betreffende Nuancierung der heutigen Menschheit nach festen Rassekriterien ist nicht nach gegenwärtigem Wissensstände zu rechtfertigen. Sie entspräche auch nicht der Lehre unserer Weisen, die Sanh. 4,5 ausdrücklich1 konstatieren: Deshalb ist die Menschheit aus einem einzigen Paare erschaffen, damit in keiner Hinsicht die Menschen einander für verschieden ansehen und sich ethisch durch Verschiedenheiten nicht ungleich berufen fühlen. Dennoch gab es einmal auch nach der Lehre unserer Weisen Welten, die nicht gut in den Augen Gottes waren, wie sie zum Schluß des ersten Genesiskapitels sagen. Diese Unvollkommenheit ist als Unreinheit im Sinne der Thora gewissen Tierarten und Völkern verblieben, bei letzteren in Gestalt getrübter Gottesanschauung, — Näheres hierüber Klach § 30 ff., — der als wirkliches Objekt erschaffene!Teilfunktionen Gottes entsprechen und die sich im Gegensätze zur reinen Gottesanschauung ethisch depravierend auswirkt, wie aus den grausamen Kulten der Heiden