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Nahalat tsevi · 1932-03-01 · Heft 5-6 (März 1932) · p. Seite 172

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 5-6 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 172 (sequence 34)
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172 Oberbegriff zu umfassen. Man kann aus solchen Gemeinden Verwaltungsgemeinschaften machen; eine Religionsgesellschaft miimmer. Dagegen werden die eindeutig thoratreuen Gemeinden sich nunmehr vor die hohe Aufgabe gestellt sehen, der Tat- Sache ihres gemeinsamen Bekenntnisses, ihrer durchgängigen Gebundenheit an die Thora auch organisatorisch dadurch Ausdruck zu geben, daß sie die preußische thoratreue Religionsgesellschaft errichten, um wenigstens ihres Teiles der Zersplitterung ein Ende zu bereiten und dem Staat sowie den Juden selber eindringlich zu zeigen, daß die Einheit des Judentums eben doch nur auf dem Boden der Thora erblüht. Die Orthbdoxie hat gar keinen Anlaß, sich mit einer leeren Verwaltungs- Gemeinschaft zu begnügen. Sie muß die Verwaltungsgemeinschaft des Verbandes gesetzestreuer Preußischer Synagogengemeinden zur preußischen gesetzestreuen Religionsgesellschaft entwickeln. Sie muß; denn sie allein kann es. V. Vergleicht man den Gesetzesentwurf etwa mit dem Gesetz betreffend das jüdische Nationalheim in Palästina, so stellt man nicht ohne Wehmut fest, daß einstweilen die organisatorisehe Herrschaft der Thora in Preußen weit gesicherter ist, als im Lande unserer Väter, ln Preußen haben die thbratreuen Gemeinden volle staatliche Anerkennung gefunden. Unser Nationalheim kennt die Herrschaft der Thora nicht; der palästinensische Staat ignoriert die thoratreuen Gemeinden. Wann werden die Zionisten vom preußischen Staat lernen, die Thora zu ehren? Der jüdische Siaaisgedanke. Von R.-A. Dr. Th. Biberfeld, Hamburg. Die Frage :nach dem richtigen Aufbau staatlichen Zusammenlebens, die man lange Zeit praktisch für erledigt gehlalten hat, ist erneut zur Diskussion gestellt. Die Auffassung, daß der Typ der westeuropäischen parlamentarischen Demokratie Endziel staatlicher Entwicklung sei, ist erschüttert. Neue Staatsformen tauchen auf: Bolschewismus auf der einen, FascismUs auf der andern Seite. Dazwischen entstehen Diktaturen in

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