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Nahalat tsevi · 1932-03-01 · Heft 5-6 (März 1932) · p. Seite 164

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 5-6 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 164 (sequence 26)
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164 der Mizwohbehandlung beruft er sich» wie schon oben gesagt, auf Schritt und Tritt auf die Halacha. Und das alles soll geschehen sein für nichtjüdische Leser, für die er angeblich die Halacha aus der Betrachtung ausschaltet? Ich glaube;nicht, daß diese Vermutung eine haltbare Hypothese darstellt. Aber selbst die Annahme, die viel einleuchtender ist, die Annahme nämlich, die sich auf einen Satz des iRamban stüzen will und dahin geht, daß der Maureh für die Verirrten geschrieben wurde und ihre geistige Verfassung berücksichtigt, also immerhin nicht eins mit dem halachischen Werk ist, scheint mir wenig wahrscheinlich. Es ist nicht wahrscheinlich, daß der Rambam die Verirrten in der Tauroh festigen will, indem er halbkaräisch eine von der Halacha losgetrennte Philosophie schreibt. Wenn der Ramban den französischen ׳Philosophiegegnern zuruft: ״Is!t denn der Maureh für euch1 geschrieben, die ihr im Talmud lebt und webt? Er ist ja für Irrende geschrieben,“ so meint er damit nichts anderes, als daß für Kreise, die ausschließlich in Schaß wurzeln und für die es keine Probleme gibt, Philosophie überflüssig ist, und daß es andere Kreise gibt, welche Philosophie wohl brauchen können. Nicht aber hat er sagen wollen, daß die Anschauungen des Maureh sich im Gegensatz zur Halacha befinden. Mir scheint nach wie vor das Wahrscheinlichste zu sein: Der Rambam hat seine Mizwohbegründung mitsamt der Nichtberücksichtigung der Einzelheiten als innerlich voll berechtigt und mit der Halacha absolut in Uebereinstimmung stehend angesehen. Alles, was daraus der Abfall folgen wollte, zerschellt an dem Worte Mizwaus Haschern. Für den Rambam stand ja auch philosophisch fest, daß das Wort Gottes, wo es nicht selbst ausdrückliCh das Gegenteil sagt, ewig ist wie Gott selbst. Dabei besteht immer noch die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit, daß der Rambam auch noch andere Gründe für die Mizwaus gelten ließ. Meine eingangs beschriebene Forderung ist ׳ganz unabhängig davon, ob mir die Lösung der vier Hauptschwierigkeiten gejungen ist. Wäre das nicht der Fall, dann muß eine andere bessere gefunden )werden. Allerdings glaube ich aber, daß die Ein wände meines Kritikers mich nicht treffen. Mit der Lösung des עין בעין -Problems erklärt sich Herr Dr. Klein einverstanden, nur meint er, schön Dr. Scheyer habe in einer Anmerkung Aehnlicbes gesagt. Lassen wir dahinge-

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