Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 5-6 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 163 (sequence 25)
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163 gefahrbringende Schärfe. Wenn > Herr Dr. Klein נ״י - Berlin schreibt, die Reform hat, sofern man den Maureh allein als die eigentliche Meinung des Rambam ausgebe, in gewissem Sinne recht gehabt mit seiner Verwertung, dann muß man meines Erachtens daraus den Schluß ziehen: also kann und darf man dem Rambam nicht das Unrecht antun, den Maureh vom Jad Chasokoh z:u trennen und ihn für sich allein als seine eigentliche Meinung auszugeben. Das ist gerade der Sinn meines Aufsatzes: die Forderung aufzustellen, daß man den Maureh grundsätzlich gleichsam mit dem Jad Chasokoh in der Hand lese und mit ihm einheitlich zu erfassen suche. Für diese Forderung spricht nicht etwa bloß die Ehrfurcht vor dem Rambam und die Psychologie seines Wesens, sondern objektive Wissenschaftlichkeit. Ich habe in meinem Aufsatz darauf hingewiesen, daß Rambam bei Begründung der Mizwaus im1 Maureh an vielen Stellen die Halacha verwertet. Wie verträgt sich das mit der behaupteten grundsätzlichen Scheidung? Ferner sowohl in der Mischnaerklärung als auch im Jad Chasokoh finden sich bekanntlich philosophische Stellen, die ja zu lebhaften Angriffen veranlaßt haben. Wir sehen also, daß der Rambam Philosophie in sein halachisches Werk und Halacha in sein philosophisches Werk hineinarbeitet. Zwingt das nicht geradezu zur einheitlichen Auffassung? Nochmals sei betont, die Forderung der einheitlichen (Auffassung bedeutet nicht etwa, daß man alle seine philosophischen Theorien billigen muß, sondern bedeutet nur, daß wir den Rambam, bei aller entschiedenen Ablehnung seiner Mizwohbegründung, genau so als Einheit auffassen müssen, wie ihn etwa sein großer Verteidiger und rücksichtsloser Kritiker Rambam aufgefaßt hat, dem es nicht eingefallen ist, zu fragen, warum der Rambam in der Halacha so ganz anders schreibt als in der Philosophie, oder warum er so hingebend die Maase Korbonaus kodefiziert hat. — Herr Dr. Klein נ" י meint, man müßte annehmen, der 3. Teil des Maureh sei für nichtjüdische Leser bestimmt gewesen. Wohl darum nur der 3. Teil, weil Rambam bekanntlich das Gesamtwerk für einen vertrauten Schüler geschrieben haben will. Merkwürdig ist nur, daß gerade in der Einleitung zu diesem 3., angeblich für nichtjüdische Gelehrte bestimmten Teil, er sich über die Zulässigkeit der schriftlichen Behandlung von Maase Merkowo ausspricht. Gerade für nichtjüdische Gelehrte soll er die סתרי תורה, מעשה מרכבה dargestellt haben? Selbst im engeren Teil