Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 5-6 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 162 (sequence 24)
- Belongs to
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162 Rirschs, der das ganze Lügengewebe der Pseudowissensdiaft des Judentums unbarmherzig zerriß und die Ganzheit des Gesetzes für seine Zeit rettete. Ungewollt und unbewußt hat er uns auch unseren Rambam gerettet, den Mann der starken Hand, des kühnen Adlergeistes und den großen Führer und Lehrer der Irrenden. Replik von Rabbiner D r. A. Klein, Nürnberg. Ich bin der geehrten Redaktion für die Einsendung der obigen Kritik dankbar, weil sie mir Gelegenheit gibt, die Gedanken meines Aufsatzes nochmals zu formulieren. Ich bemühe mich die Werke des Rambam einheitlich aufzufassen, mein verehrter Herr Kritiker meint, man kann den Maureh ohne Zwang mit dem Mischne Thauro ׳nicht in Einklang bringen. Um nicht aneinander vorbeizureden, möchte ich zunächst feststellen, worüber wir einig sind. Gewiß haben die Reform und in früheren Jahrhunderten die dem Abfall zuneigenden Kreise aus dem Maureh fälschlich Scheinbeweise geholt. Das macht die Schärfe nicht nur Rabbiner Hirsch’s זצ״ל sondern auch die Schärfe der früheren Kämpfe sehr begreiflich. Gewiß ist auch, daß die Ausschaltung der Einzelbestimmungen bei philosophischer Begründung der Gebote uns sehr unbefriedigend erscheint. Und es ist richtig, daß diese Unterscheidung Zwischen dem allgemeinen Gedanken und seiner Gestaltung in der Welt der Handlungen Waffen für reformistische Gelüste geliefert hat. Aber diese Unterscheidung hat nichts mit der Frage zu (tun, ׳ob Maureh und Jad Chäsbkoh im Einklang stehen. Denn die Scheidelinie ist ja nicht zwischen Halacha und Bibelvers gezogen, sondern innerhalb der Thauroh selbst. Diese beiden Momente, Begründungsart der Mizwaus und Ausschaltung der Einzelheiten, liegen noch auf rein wissenschaftlichem Gebiet. Man mag sie anerkennen oder ablehnen, es ist eine wissenschaftliche Debatte und nichts, was direkt an die Wurzel der Emuno rührt. Und vor Mißbrauch ist keine Theorie geschützt. Ganz anders verhält es sich mit der behaupteten grundsätzlichen Scheidung zwischen Maureh und Jad Chäsokbh. Das rührt an die tiefsten Grundlagen, und erst dieser angenommene Zwiespalt gibt den beiden oben erwähnten Momenten ihre