Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 5-6 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 160 (sequence 22)
- Belongs to
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160 unbegründbar ansieht und רמב״ם nicht Allerdings ein Wider- Spruch, meint Klein, aber nicht anders als so viele Stellen in משנה תורה, die dem פי׳ המשניות widersprechen. Mit Verlaub, dieser Widerspruch ist mit all den anderen Widersprüchen nicht zu vergleichen, denn nach beiden אמוראים durfte רמב־ם in מו־נ diese Begründung nicht geben; denn entweder דרשינן טעמא דקרא, wie דמב־ם ja bei dieser Stelle ausdrücklich bemerkt, so kann ja nach der Ansicht des אמורא, der die Begründbarkeit der Gebote im allgemeinen zugibt, bei שלוח הקן die Barmherzigkeit keine Rolle spielen, da man ja sonst מטיל קנאה במעשה בראשית ist und die Frage ungelöst bleibt, die רמב־ם in פי׳ המשניות stellt, ."שאילו הי׳ מדרך רחמנות לא הי׳ צוד. לשחוט חי׳ או עוף כלל" Also gerade der אמורא,der gleich רמב־ם der Ansicht ist, daß im allgemeinen die מצות begründet werden können, lehnt hier bei dieser .מצוד den Grund des רחמים aus logischen Gründen ab; wie kann ihn dann רמב״ם im מו״נ aufgreifen, da doch dieser Grund nach רמב״ם selbst an einem inneren logischen Widerspruch krankt. Ich glaube kaum, daß -die genannten Widersprüche zu lösen sind. Rambam wollte in der Tat in seinem Maureh, wie er es selbst zum Ausdruck bringt, die Gesetze nur soweit erklären, als sie dem Wortlaut der Schrift entsprechen. Daß die Gebote seitens der Weisen anders erklärt werden, betont er ebenfalls und sagt auch, daß er auch für die Erklärung der Weisen, d. h. für die Gebote, wie sie sich nach dem Worte der Weisen darstellen, seine Begründung habe, er aber diese hier im Maureh nicht darlegen will. (Vgl. wörtlich Kap. 41: כי הבונה הנה לתת סבת דברי הפסוקים ולא סבת דברי התלמוד ועם כל זה יש לי במה שאמר בו התלמוד דעת ישמע פנים בפנים.) Es scheint nicht angebracht, an dieser klaren und deutlichen Erklärung zu deuteln. Was aber Rambam veranlaßt haben mag, in seinem philosophischen Werk zur Gesetzesbegnündung nur die schriftliehe Lehre heranzuziehen, darüber kann man nur Vermutungen äußern. Ich glaube, daß der dritte Teil des Maureh mehr für nichtjüdische Philosophen als für nichtphilosophische Juden geschrieben wurde. Die Tendenz ist Apologetik. Die Bibel — und natürlich nur die Bibel — war ziemlich verbreitet, und da wollte Rambam der philosophischen Welt den Sinn der Bibel und die Bedeutung ihrer Gebote und den ganzen Weisheitsgehalt, sowie die hohe ethische Stufe der biblischen Welt klarmachen. Hätte er nun die talmudische Auslegung, die der ganzen nichtjüdischen Welt