Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 5-6 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 159 (sequence 21)
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159 hüten, wie es heißt: ״einen Altar von Erde sollst du mir machen“, und wenn Steine unvermeidlich sind, dann soll man sie in ihrer natürlichen Gestalt belassen, ohne sie zu behauen.“ Klein weist nun auf die Tatsache hin, daß der מזבח הנחשת zugleich ein מזבח אדמה gewesen ist, und wenn auch für das ביהנדק der Altar aus Steinen Pflicht ist, so war auch einmal ein: מזבח אדמה geboten. Klein hätte auch noch auf die ,הגה des Wilnaer Gaon zu der מכילתא ואם מזבח אבנים, gebracht in תורה תמימדי, hinweisen können, ohne die Schwierigkeit zu lösen. Wenn, wie es nach der Halachah feststeht. מזבח אדמה תעשה לי niemals bedeutete, daß ein Altar aus Erde errichtet werden soll, so ist die Erklärung des Maureh abwegig und steht im Widerspruch mit der traditionellen Auffassung des Gebotes. Rambam will doch das Gebot der תורה begründen, nicht aber ein historisches Faktum beleuchten, und das Gebot bedeutet nur nach der Halachah שיהא מחובר לאדמה, was aber von Rambam nicht erklärt wird. Geistvoll ist auch der Versuch von Klein, die Schwierigkeit bei der Behandlung des Gebotes von שלוח הקן zu lösen, aber er löst sie nicht, sondern verstärkt sie. In Cap. 48 des מו״נ gibt Rambam als Motiv für מצות שלוח הקן die Barmherzigkeit Gottes für die Tiere an. In ה׳ תפלה zitiert Rambam die משנה in ברכות, nach der verboten ist zu sprechen: ״Dein Erbarmen erstreckt sich auf das Vogelnest.“ Klein meint nun, daß Rambam nach einem Ausgleich zwischen dem Standpunkt der Mischnah und seiner Auffassung von der Begründbarkeit der Gebote sucht. Er meint nun, auch diese Mischnah gebe die Begründbarkeit der Gebote im allgemeinen zu, nur läßt sie es nicht bei שלוח הקן gelten, denn aus dem gleichen Motiv heraus müßte auch das Töten der Tiere verboten sein. Dies dürfte die Ansicht des einen אמורא sein מפני שמטיל קנאה במעשה בראשית (Vgl. auch z. St. רמב״ם פי׳ המשניות.) Also kann für diese Gebote das Argpiment der Barmherzigkeit nicht zutreffen. Aber die anderen Gebote sind begründbar. In מו״נ berücksichtigt רמב״ם aber die Meinung des zweiten אמורא , der die משנה anders interpretiert und alle Gebote als גזרת מלך bezeichnet. Dann freilich steht die משנה im Gegensatz zur Ansicht der meisten unserer Weisen, und רמב*ם lehnt sie als הלכה ab. ln משנה תורה ist die Begründbarkeit festgehalten, und nur die Gebote von שלוח הקן und אותו ואת בנו ausgenommen, in מו*נ der Standpunkt geändert und die Mischnah als Halachah nicht anerkannt, weil die Mischnah alle Gebote als