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Nahalat tsevi · 1932-03-01 · Heft 5-6 (März 1932) · p. Seite 157

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 5-6 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 157 (sequence 19)
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157 reh als die einzige wahre Ansicht des Rambam gelten läßt, mit einer gewissen Berechtigung. Die Gesetzesbegründung des Maureh läßt oft die Ansicht der Halachah unberücksichtigt, richtet den Blick nur auf die Gesamtvorschriften und läßt die Einzelbestimmungen ganz unberücksichtigt und — was die Hauptsache für die Grätz und Genossen war — begründet viele Gesetzesvorschriften durch zeitlich und räumlieh beschränkte Verirrungen der zur Zeit der Offenbarung lebenden Menschheit, denen die Gesetze entgegentreten sollten. Wenn ganze Gruppen von Gesetzen keine andere Bestimmung haben als z. B. der Zauberei, die in jener Zeit die Geister und Gemüter beherrschte und die Menschen zu einem lasterhaften Leben veranlaßte, entgegenzuwirken, so konnten die Reformer mit einem Schein von Recht behaupten, daß in unserer aufgeklärten Zeit, wo jede Spur von Zauberkult bereits verschwunden ist, diese Gesetze ohne Bedeutung sind. Wenn es nur auf die Grundvorschrift und auf das Allgemeine des Gesetzes ankomme und die Einzelbestimmungen rein willkürlich sind, weil doch irgendwelche Ausführungsbe- Stimmungen einmal gegeben werden mußten, so kann man sich ruhig über die Einzelbestimmungen hinwegsetzen, wenn nur das oberste Prinzip gewahrt bleibt, und man kann auch andere Ausführungsbestimmungen erlassen. Daß dies nicht die Ansicht des Rambam war und daß er sich sogar im Maureh gegen eine derartige Auslegung ausdrücklich verwahrt, wissen wir, aber die Wissenschaftler konnten auch derartige Gedanken aus dem Maureh herauslesen oder in den Maureh hineinlesen. Gegen diese Absicht richtet sich die ganze Wucht und die ganze Schärfe der Hirsch’schen Ausführungen. Er meint, angenommen sogar, Rambam hätte im Maureh etwas derartiges gesagt, so wäre dies auch noch kein Argument für die Berechtigung der Reform, denn höher als alles steht die Ganzheit der Lehre, in der jede Einzelheit für alle Ewigkeit gesprochen ist und für alle Ewigkeit unveränderliches Gesetz ist, wie dies gerade Rambam in seinen עקרים lehrt, und daß תורה שבכתב und תורה שבע״ם eine unteilbare Einheit darstellen, auch wenn im Maureh an einigen Stellen nur die schriftliche Lehre begründet wird. Daß dies der Fall ist, nahm Hirsch an, und ich glaube mit Recht. Herr Dr. Klein נ״י sucht zwar die bekanntesten Widersprüche zwischen מ״ת und מדג zu klären, aber ich glaube nicht, daß alle seine Lösungsversuche geglückt sind. Zugegeben

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