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Nahalat tsevi · 1932-02-01 · Heft 4 (Februar 1932) · p. Seite 120

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 4 (Februar 1932)
Date
1932-02-01
Page
Seite 120 (sequence 23)
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120 milationstheorien von dazumal an der brutalen Macht der Tat- Sachen zerschellen, desto mehr bedarf das ganze d e u t - sehe Judentum eines leuchtenden Vorbildes, an dem es lernen kann, wie man es besser machen muß, desto dringender muß die Weiterexistenz unseres gesamten Schul- Werkes, von Volks- und Mittelschulen, gefordert werden im Namen undim Interesse des ganzen deutschen Ju* den tums. Diese Schulen sind nicht nur eine Lebensnotwendigkeit für die, die ihnen unmittelbar angehören, nicht nur חיים הם למצאיהם, sondern auch ולכל בשרו מרפא — auch mittelbar geht von ihnen eine Heilkraft aus, die dem ganzen deutschen Judentum zugute kommt. V. Unsere Schulen — wir hoffen es alle zuversichtlich — werden erhalten bleiben. Dafür bürgt das wundervolle Zeugnis ihres ungebrochenen Lebenswillens. Erschütternd, aber auch erhebend für nah und fern ist der Kampf, den sie um ihr Dasein führen. Erschütternd und erhebend sind die schweren Opfer, die vor allem ihre Lehrer bringen, die sich wieder einmal im Geiste des Jeruschalmiwortes (Chagiga 1,7) als נטורי לקרתא als die treuen Wächter einer heiligen Wacht bewähren. — Und wie könnte und dürfte es denn auch anders sein? Eine Mutter irrt in der Wüste umher. In ihren Armen hält sie ein verschmachtendes Kind. Sie ist der Verzweiflung nah, und sie weint und spricht: Ich kann nicht sehen das Sterben dieses Kindes. Da ertönt eine Stimme aus Himmelshöhen, die zu klarem Schauen, zu richtigem Wollen und tatkräftigem Handeln aufruft: קומי שאי את הנער והחזיקי את ידך בו! — Die Mutter — das ist unsere Kehilla. Das Kind — das ist unsere Schule. Die Stimme das ist die Stimme des Mannes, zu dessen Gedächtnis wir uns hier versammelt haben und dessen unsterblicher Geist in dieser Stunde uns umschwebt. — .זכותו יגן עלינו Raphael Breuer u. die deutsche Orthodoxie. Von Dr. Isaac Breuer. 1. Wenn Gott in schwerster Zeit uns plötzlich eine große Persönlichkeit nimmt, so fühlen wir uns zu prüfender Selbsteinkehr geladen.

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