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Nahalat tsevi · 1932-02-01 · Heft 4 (Februar 1932) · p. Seite 119

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 4 (Februar 1932)
Date
1932-02-01
Page
Seite 119 (sequence 22)
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119 Straße. Und wer zählt die jüdischen Eitern, die nicht wissen, was sie mit ihren Kindern anfangen sollen? Noch niemals sind jüdische Eltern vom צער נדו׳, בנים so schwer bedrückt worden, wie in dieser unserer Zeit, die mit ihrer geistigen und sozialen Problematik die Aufgaben der Jugenderziehung und Kinder- Versorgung so schwer kompliziert hat wie noch nie! Es ist, als ob das alte Wort sich bewahrheiten wollte: כשישראל מבטלין את ,התורה הקב״ה פורע מן הערבין שנא׳(הושע די) ותשכח תורת אלקיך אשכר. בניך נם אני ״wenn Israel die Thora vernachlässigt, dann hält sich Gott an unsere Bürgen, unsere Kinder, denn es heißt: Wenn du die Lehre deines Gottes vergissest, dann vergesse deine Kinder auch ich!“ Und in einer solchen Zeit dürften wir unsere Kinder im Stiche lassen? Dürfte eine Schule zu* sammenfallen der wir selber das Beste verdanken, was in uns ist? Wenn auch wir Eltern für uns selber in Demut alles hinnehmen müssen, was Gott über uns verhängt, — allein das Wort, das einst הוד המלך gesprochen, בראתו את המלאך המכה בעם , beim Anblick des liimmelsboten, der das Volk so schwer heimsuchte, ואלה הצאן ״ מה עשוdiese unschuldigen Schäflein, was haben denn s i e getan“— ich wiederhole dieses Wort heute am Jahrzeitstag unseres großen Rabbiners ואלה הצאן מה עשו .דל, was haben denn unsere Kinder verbrochen, daß sie dem Radikalismus der Gegenwart schutzlos preisgegeben werden dürften? Unter all seinen Schöpfungen, die uns Rabbiner Hirsch hinterlassen, war unsere Schule sein liebstes Kind. Sie muß erhalten bleiben, wenn nicht um unsertwillen, so doch um unserer Kinder willen! Und sie muß erhalten bleiben im Interesse des ganzen deutschen Judentums! In einer Zeit, in der die nichtjüdischen Schulen alle, mehr oder weniger, Brutstätten des deutsch-völkischen Antisemitismus sind, wäre manche jüdische Gemeinde froh, wenn sie ein eigenes jüdisches Schulwerk besäße. Demnächst erscheint das Tagebuch eines jüdischen Schülers, das in ergreifender Weise das Martyrium eines jiidisehen Schülers an einer nichtjüdischen Schule beschreibt. Nicht genug damit, daß diese Kinder Schulen besuchen, die sie an jedem שבת und י״ט mit den schwersten Konflikten bedroht, müssen sie schon im zarten Alter eine Feindschaft und Bosheit erleben, an der zuweilen der ganze Frohsinn ihrer Jugend ztrbricht. Je mehr aber in unseren Tagen alle pädagogischen Assi-

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