Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 3 (Januar 1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 20)
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62 III. 2. B. M. 23,13 ובכל אשר אמרתי אליכם תשמרו ושם אלהיט אחרים לא תזכירו ״In allem, was ich euch gesagt habe, sollt ihr euch unter die eigene Hut stellen; den Namen anderer Qötter sollt ihr nicht erwähnen —“. Diese Uebersetzung des תשמרו ist dadurch gegeben, daß mit diesem Satz das Gebot erteilt wird: in allen Geboten und Verboten, die ich euch erteilt habe, sollt ihr euch!selber hüten, d. h• ihr sollt euch unter die eigene Hut stellen, sollt Veranstaltungen ,treffen, daß ihr nicht zur Uebertretung meiner Worte kommt. Damit fordert die תורה, daß das jüdische Volk von seinen Führern ״Gesetzesumzäunungen“ erhält, die es vor Uebertretung des göttlichen Gesetzes schützen sollen. An einem Beispiel zeigt uns das Gesetz alsbald, wie solche ״Umzäunungen“ beschaffen sein sollen, und greift dazu das erste Verbot der sinaitischen Gesetzgebung heraus: das Verbot der Abgötterei. Den Namen eines Götzen aussprechen, ist gewiß noch nicht Abgötterei, und doch verbietet es hier das Gesetz; es will uns davor bewahren, daß wir nicht zur Abgötterei kommen. IV. 2. B. M. 24,3 wird berichtet, daß Mosche vom Sinai kam, um die zunächst empfangenen Gesetze dem Volke zu überbringen. Das Volk begegnet ihnen mit dem Gelöbnis כל הדברים אשר דבר ה׳ נעשה V. 7. heißt es dagegen כל אשר דבר ה׳ נעשה ונשמע Wie ist das zu verstehen? — Im V. 3 kam Mosche ויספר לעם את בל דברי ה׳ und ״erzählte“ alle Worte Gottes, ein Ausdruck, der sonst nur von der Darstellung von Ereignissen gebraucht wird. Da hier von der Wiedergabe der empfangenen Gottesgesetze die Rede ist, bezeichnet dieser Ausdruck die ausführliche mündliche Erläuterung der Gesetze. Nach der m ü n d 1 i - chen Darstellung der Gesetze genügte das Gelöbnis: נעשה ״wir wollen vollbringen“. — Darauf schrieb Mosche die empfangenen Gesetze nieder (4), wie sie in Kap. 20—23 uns vorliegen, und nahm dieses ספר הברית, dieses Bundesbuch רקח ספר הברית ויקי־א באזני העם und las es dem Volke vor. Diese Schrift enthielt aber nur תורה שבכתב. Hätte das Volk nach der Verlesung nur נעשה gesprochen, dann würde das נעשה-Gelöbnis sich nur auf den Wortlaut dieser kurzen Sätze ohne mündliche Ueberlief erung beziehen.!Hier mußten sie daher noch ונשמע hinzufügen, und sagten damit: alles, was Gott