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Nahalat tsevi · 1932-01-01 · Heft 3 (Januar 1932) · p. Seite 78

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 3 (Januar 1932)
Date
1932-01-01
Page
Seite 78 (sequence 16)
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75 Das wurde dem Propheten Secharja verkündet, als ihm מהלכים נץ העמדים ewige Bewegung verheißen und ein Mensch ihm gezeigt ward, der aus allen Flammen unversehrt zum sieghaften Wachstum schreitet. P. K. Bedeutungswechsel und Zitat im Talmud. Von Dr. Eduard B i b e r f e 1 d, Berlin. (Schluß) Aber nicht nur das überlieferte Bibelwort bot der talmudiseben Diskussion schlagwortariige Pointen, sondern aus ihrem eignen Bereich, dem Talmud, suchte und fand sie i:1 Rechtssätzen, die durch ihre Leichtverstärd ichkeit und ihre immanente Logik sich gut zur Veranschaulichung eines Rechtsgedankens eigneten, Material für ein Zitat an gegebener Stelle. Ein Beispiel möge dies illustrieren. B. mezia 80 b lehrt Abba Säül, der Gläubiger dürfe das ihm anvertraute Pfandstück eines armen Schuldners für Lohn verdingen, weil sich durch Abzug des so erzielten Gewinns von der Schuldsumme diese verringere und er also כמשיב אנדה handle, wie ein Finder, der seinen Fund dem Besitzer wieder zustelle. Der Gedanke ist also der, daß der Gläubiger sich durch das Verdingen des Pfandes zwar ein Dispositionsrecht über das fremde Gut, das ihm nach dem strikten Gesetz nicht zusteht, anmaße, daß dieser formale liebergriff, aber ertragen werden könne, weil er dem Schuldner einen Vermögensvorteil, den er sich sonst nicht hätte verschaffen können, einträgt. — So verständlich die Tendenz des Lehrsatzes, so schwer verständlich erscheint der Vergleich! Denn dort, im Falle des Finders, handelt es sich gar nicht um ein von diesem in Anspruch genommenes Recht, sondern um einen pflichtgemäßen Akt der Ehrlichkeit in Erfüllung eines göttlichen Gebots. Davon ist aber wiederum in unserem Fall ganz und gar nicht die Rede. Den Zügen des Bildes von dam משיב אידה schon etwas näher kommt seine Heranziehung in dem ebda 38 a angezogenen Fall. Dort lehrt R. Simon b. Gamliel, daß der Treuhänder, in dessen Verwahrung sich leichtverderbhche Früchte befinden, diese an Gerichtsstelle veräußern dürfe, weil er damit כמשיב אבדה לבעלים handle. Das tertium comparationis birgt sich hier in der urgierten Betonung der אבדה; denn hier wie dort

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