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Nahalat tsevi · 1932-01-01 · Heft 3 (Januar 1932) · p. Seite 70

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 3 (Januar 1932)
Date
1932-01-01
Page
Seite 70 (sequence 8)
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70 So erfreulich diese Kundgebung ist, so bleibt sie doch auf halbem Wege stehen. Denn wie steht es mit der Anerkennung von ״solchen Rabbinern“ als — solchen? Als im Jahre 1870 einzelne liberale Rabbiner gegen das jüdische Ehegesetz sich amtlich vergangen hatten, gaben 133 orthodoxe Rabbiner, an ihrer Spitze B. H. Auerbach, S. B. Bamberger, Jacob Ettünger, Esriel Hildesheimer, S. R. Hirsch M. Lehmann, bekannt, daß solche Rabbiner unfähig sind, ״i rgend welche rabbinischen Funktionen zu vollziehen, daß Schochtim und Sofrim, die von solchen Rabbinern autorisiert werden, als nicht autorisiert zu gelten haben und daß dahin zu wirken sei, daß ״solche Rabbiner ihres Amtes enthoben werden.“ Durch diese Kundgebung wurde nicht nur die Vollziehung von eherechtswidrigen Akten, sondern das liberale Rabbinertum an sich als rechtswidrige Anmaßung gebrandmarkt. Erst dann, wenn die Führer der Gemeindeorthodoxie zur Höhe dieser Kundgebung sich emporgeschwungen haben werden, wird von einer gemeinsamen Abwehrfront gegenüber dem Abfall des Liberalismus geredet werden können. R. B. הספד, gehalten von Rabbiner S. R. Hirch זצ״ל anläßlich des Todes seiner Gattin, Frau Johanna geb. Jüdel am 4. Ijar 5642. Den ersten jüdischer הספד , den ein Mann gehalten, hat er auf sein Weib gesprochen, hat אברהם auf seine שרה gesprochen; nachdem er seiner Sara alles geleistet hatte, ehe er in sein Haus ging, still für sich zu weinen, ויבא אברהם לספוד לשרה ולבכתה hatte er es erst ausgesprochen, was sein Weib ihm gewesen sei. Und wenn es wahr ist, was unsere חכמים sagen: הנותן מתנה להכירו צריך להודיעו wer seinem Nächsten ein Geschenk macht, soll ihn auch wissen lassen, was er ihm da schenkt und von wem er es erhält, damit er wisse, w a s er besitze und von *wem und Der vor 50 Jahren erschienene Tehillim-Kommentar Rabbiner Hirschs wurde von dem Autor dem Andenken der kurz vor dem Erscheinen verstorbenen Gattin gewidmet. Ein eigentliches Manuskript aus der Hand Rabbiner Hirschs *זצ״ר liegt für diese Rede nicht vor. Der Wortlaut ist damals von Familienangehörigen aus dem Gedächtnis niedergelegt worden.

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