Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 1-2 (November 1931)
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 49 (sequence 53)
- Belongs to
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4# für das jüd. Gemeinwesen als religiöse Körperschaft festzusetzen, nicht erwähnt werden. Und wenn der Präsident dieserhalb dem Redner eine Rüge erteilt, spricht er nur von dem ״rituellen Gesetzbuch“. — Religiöse Gegenstände — so war es ausgemacht — dürfen in diesem jüdischen Kongreß nicht zur Diskussion gelangen. (Die Methode, daß in jüdischen Vereinigungen, mitunter auch Rabbinerverbänden, von spezifisch jüdischen Angelegenheiten bezw. praktischen ha'achischen Ent- Scheidungen nicht gesprochen werden soll, ist daher durchaus nicht eine neuzeitliche Erfindung. Die Priorität für dieses Aushilfsmittel gebührt jedenfalls dem Präsidenten des ungarischjüdisehen-Kongresses.) Indessen erlangte das Kongreß-Statut dennoch die königliehe Sanktion und hatte zwei volle Jahre absolute Rechtskraft. Die Herren der neuen jüdischen Verfassung ergriffen die Macht, bemächtigten sich der Gemeinden und sind gestrauchelt. \ Nach langem Ringen gelangte nämlich die ungarische Orthodoxie zu ihrem Rechte. (Wird fortgesetzt.) Der neue Kusari.*) Von Dr. Isaac Breuer (8. Fortsetzung.) Grün: Kommen Sie zu uns! Alfred: ■Uns? Zu Ihnen oder zu Herrn Hurtig? Grün: Ganz egal. Aber kommen Sie zu uns. — Was lächeln Sie so wehmütig? Alfred: Es geht bei Ihnen 90 — menschlich zu wie anderswo auch. Ihr Wille ist gewiß gut. Ihr Tun .... Wer bürgt mir, daß Ihr Nationalismus nicht genau so blutig wird, wie jeder Nationalismus bisher gewesen ist? Ich will richtig leben. Wer bürgt mir? Hurtig: Nochmals: die Thora. Herr Roden, werden Sie Mis rachist. Alfred: Da muß ich erst über die Schwelle des Nationalismus. Trete ich über diese Schwelle, das ist mir jetzt ganz *) Vgl. Jahrg. I, Heft 2, 4/5, 6, 7, 8, 9/10, 11/12.