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Nahalat tsevi · 1931-11-01 · Heft 1-2 (November 1931) · p. Seite 42

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 1-2 (November 1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 42 (sequence 46)
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4i Samuel Stern, der Präsident der neologen Budapester Gemeinde, erklärte, daß es sich für diese Gemeinde um eine jährliche Ersparnis von 100.000.— Pengö handeln würde. In religiöser Hinsicht seien beide rabbinischen Foren zuständig, die Entscheidung zu treffen. Das neologe Rabbinat habe bereits entschieden, daß gegen eine Vereinigung des Kaschruswesens weder in ritueller Hinsicht noch vom Gesichtspunkte der Tradition oder des Prestige irgend welche Bedenken obwalten. Es kann keine Rede davon sein, meinte der Präsident, daß das Rabbinat auf sein zuständiges Aufsichtsrecht über das Kaschrus Verzicht leiste, vielmehr würde das Rabbinat selbst dieses sein Aufsichtsrecht für bestimmte Zeit dem orthodoxen Rabbinate überantworten. Das orthodoxe Organ ״Zsido Ujsag“ beanstandet mit Recht diese ungeschickte Formulierung. So erfreulich es wäre, wenn das gesamte Kaschrus auf dem Gebiete der Hauptstadt Budapest unter rit. Obhut des orth. Beth Din gewährleistet werden könnte, wäre das orth. Rabbinat doch nicht in der Lage, ein diesbezügliches, förmliches, mit Kündigungsfrist behaftetes Mandat vom neologen Rabbinat zu übernehmen. Das orthodoxe Rabbinat vertritt den Standpunkt, daß die Orthodoxie wohl das Kaschrus der neologen Gemeinde betreuen könne, doch nicht auf Grundlage irgend einer institutiven Unifikation. Offiziell ist von orthodoxer Seite bisher nur soviel geschehen, daß die Landes-Rabbiner- Kommission grundsätzlich ausgesprochen hat, daß eine Vereinigung des Kaschrus wesens der beiden Gemeinden mit dem Grundsatz der orthodoxen Autonomie nicht kollidiere. In praktischer Hinsicht gehört die definitive Entscheidung jedoch zur Kompetenz der jeweiligen örtlichen orthodoxen Rabbinate. Von weiteren Verhandlungen zwischen den beiden Gemeindevorständen hat die Öffentlichkeit nichts erfahren. Es ist ein delikates Thema, das im Zuschnitt leicht verdorben werden kann. Die rituellen Aufseher der neologen Gemeinde ersuchten z. B. ihre Rabbinen, dahin zu wirken, daß diese Beamten ihre Posten nicht verlieren möchten. Der führende Oberrabbiner der neologen Gemeinde versichert die Deputation, wie das orthodoxe Organ ״Zsido Ujsag“ zu berichten weiß, des besten Wohlwollens und vertröstet die armen Maschgichim mit der Zuversicht, daß die Kaschrusvereinigung eigentlieh nur der Beginn einer weiteren großzügigen

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