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Nahalat tsevi · 1931-11-01 · Heft 1-2 (November 1931) · p. Seite 31

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 1-2 (November 1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 31 (sequence 35)
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31 ״tneinen Freund'4, אהובי, den erhabenen Führer האלוף המרומם, Und bevor er ihn wegen seiner Entscheidung angreift, entschuldigt er sich in ehrerbietigster Weise.!Die Persönlichkeit und die Bedeutung. Einer der hervorragendsten Züge R. Schemuel Eiieser's ist seine Wahrheitsliebe. Scharf tadelt er die Unsitten seiner Zeit. Er klagt über Trunksucht, die man mit Frömmigkeit bemänteln will25. Er klagt über mangelnde Ehr.ichkeit im Handel, über Verletzung der Heiligkeit des Sabbats, über mangelnden Eifer für das Thoralernen. Unfähige Männer drängen sich zum Rabbineramt. Andererseits wurden die wi.k ichen Gelehrten nicht geachtet; man hörte nicht auf ihre Mahnungen. Innerhalb der Gemeinden will keiner auf die Schäden aufmerksam machen, angeblich weil man den anderen nicht kränken will26. Bitter klagt er darüber, daß bei der Wahl der Rabbiner die Reichen bevorzugt werden, weil sich die Gemeindemitglieder persönlichen Nutzen davon versprechen, ja daß bei der Wahl selbst Geld gegeben wird. Das Richtige ,wäre, wenn die Thoragelehrten die geistigen Führer zu wählen hätten, wie es früher üblieh war.27 Wie bereits erwähnt, hatte er bereits in seiner Jugend im Jahre 1587 den Bann gegen den Kauf׳ des Rabbiner- Amtes mitunterzeichnet. Ein seltenes Zeichen seines Gefühls für die Pflicht der Gastfreundschaft ist die Inschrift seines Hauses in Ostrog: בחוץ לא ילין גר דלתי לאורח אפתח. Der Fremde soll nicht draußen übernachten. Meine Tür öffne ich dem Wanderer.“ Bis zum Jahre 1889 konnte man die Inschrift lesen. Bei dem damaligen großen Brande in Ostrog wurde sie leider vernichtet. Schon bei seinen Zeitgenossen fand R. Schemuel Elieser die verdiente Anerkennung. Es ist bereits erwähnt, mit welcher Hochachtung trotz mancher Kritik R. Meir von Lublin ihn anredet. R. Joel Serkes (ב׳ח) schreibt in seinem Briefe an die Führer der polnischen Judenheit nach Lublin: Bei euch ist doch « Vgl. חידושי אגדות zu Sabb. 119b s. v. בשביל a. c.:בי בן דרך המשתכרים במ״ש לכבוד סעודת לוית מלבתא שמבטלין ק*ש של ערבית ולמחר נם בשחרית עוברים ומן ק״ש ואומרים הוי כי עדיין ראשי דוי. s. a. das s. v. רבים הם שדרך :ואמר רבה חיוב הוא להשתכר במו״ש ולבטל ק״ש של שחרית בומנו. 28 A. a. 0. 2י Zu Sota 40 a s. v. ותו. 28 Biber, S. 47.

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