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Nahalat tsevi · 1931-11-01 · Heft 1-2 (November 1931) · p. Seite 30

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 1-2 (November 1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 30 (sequence 34)
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$ö kamen Abgesandte der Prager Gemeinde, tim R. Se’ew Wolf dorthin zu berufen. R. Schemüel Elieser kehrte nach Ostrog zurück. R. Meir übernahm das Lubliner Rabbinat und leitete von nun an auch die Talmudhochschüle. — Soweit die reichlich legendäre Erzählung, die schon aus chronologischen Gründen nicht ganz zutreffend sein kann. R. Schemüel Elieser kam erst nach Ostrog, nachdem er tatsächlieh das Lubliner Rabbinat bekleidet hatte. Dieses hätte er aber erst als Nachfolger R. Meir’s übernommen. Er kann also unmöglich der Aufforderung der Lubliner Gemeinde von Ostrog aus gefolgt sein. Auch die plötzliche Berufung nach Prag klingt sehr legendär. Tatsächlich ist R. Se’ew Wolf wohl erst nach vielen Zwischenstationen Prager Rabbiner geworden22. Immerhin mag der Erzählung die Tatsache zu Grunde liegen, daß R. Meir zeitweise gegen R. Schemüel Elieser aufgebracht war, später ihm aber in Freundschaft zugetan war. Veranlassung zu einer Spannung könnte auch gewesen sein, ,daß R. Schemüel Elieser einen in Wien ausgestellten Scheidebrief anerkannte, den R. Meir für ungültig erklärte23. Obwohl eine ganze Reihe der Schriften R. Schemüel Elieser’s schon ,!vor Vollendung seiner Kommentare erschienen, nennt R. Meir ,von Lublin ihn niemals, polemisiert aber mehrmals scharf gegen seine Erklärungen24. Doch mag R. Meir solche schärfen Worte geschrieben haben, bevor!er R. Schemüel Elieser näher kennen gelernt hatte. Daß er ihn zumindest später sehr schätzte, sehen wir aus der Anrede in seinem Briefe, den er in Angelegenheit des schon erwähnten Wiener Scheidebriefes an R. Schemüel Elieser schrieb. Und hier standen sie sich als Gegner gegenüber. Er nennt ihn 22 Vgl. Margolies S. 85, 12. — Der in der Erzählung erwähnte R. Se’ew Wolf Auerbach ist wohl identisch mit R. Simon Wolf ben R. David Tewele i. J. 5376 (1616) Rabbiner in Przemysl, dann in Posen und Winn und schließ־ lieh in Prag, wo er am 7. Cheschwan 5392 (1631) starb. S. Lieben, 149 גל עד und Bloch, Kaufmann-Gedenkbuch S. 318 ff. und E. J. III, 664. — ss Vgl. hierzu שדת מהר״ם סי, קכ״ב־־קכ״ו. 24 חידושי* מהר״ם zu Sabb. 58 b s. v. II מתיב רבא a. E. und בא״ד והר״ם. S. a. za Sabb. 84 a s. v. מפץ und 84 b s. v. בא*ד מד למת; B. m. 62b s. v. בא7/ד ועוד♦ — Es ist dabei zu beachten, daß R. Meir auch sonst einen scharfen Ausdruck auf Männer gebraucht, die er sehr verehrte. So schreibt er auf R. Schelomo Lurje zu Chul. 28 b a. c. ודברי חכמת שלמה אינם מובנים לי ולא ברירן ולא נהירין ולפי הנראה מדבריו לא עמד או לא ראה על תוכן שיטת הסוגיא דבבורות. Andererseits bemerkt er in seinem Responsum שדת םי/ ^ג a. c. ומה שאמרו לכ״ת בשם הגאון מהר״ש לורי״א בהפך מה שכתבתי רחוק להאמין אם יצא זה מפי פה קדוש כמוהו ואם יצא אין משיבין את הארי אחר מותו.

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