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Nahalat tsevi · 1931-11-01 · Heft 1-2 (November 1931) · p. Seite 29

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 1-2 (November 1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 29 (sequence 33)
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29 Das Verhältnis zu R.-Meir von Lublin. (מהרם לובלין) Eine eigenartige Erzählung über die i Beziehungen zwischen R. Schemuel Elieser und R. Meir bringt auf Grund einer schriftliehen Familientradition J. Lewinstein in einem Aufsatz über R. Meir von Lublin21. Während dieser dort als Rabbiner wirkte, leitete R. Se’ew Wolf Auerbach, der Nachfolger seines Schwiegervaters, R. Schelomo Lurje’s (מהרש־ל), die dortige Talmudschule. Wegen der Erklärung einer Stelle in den Tosafot kam es zwischen beiden Gelehrten izum Streit. Der um die Ent- Scheidung angerufene Amsterdamer Rabbiner R. Schelomo Abuhab gab R. Se’ew Wolf recht. Darauf wo.lte ihm R. Meir das Rabbinat abtreten; doch weigerte sich R. Wolf, es anzunehmen. Da keiner von beiden Lub iner Rabbiner sein wollte, wurde R. Schemuel Elieser aus Ostrog berufen, obwohl die dortige Gemeinde bedeutender als die Lubliner war. Zur allgemeinen Verwunderung folgte er dem Ruf. Bei seiner Begrüßung in der Synagoge fragte (ihn R. Meir nach der Erklärung einer schweren Stelle im Pentateuchkommentar Raschis. R. Schemuel Elieser weigerte sich, sie zu geben, mit der verletzenden Begründung, es sei in seiner Familie nicht üblich, mit Privatleuten, deren Hauptstudium dieser Kommentar sei, über ihn zu diskutieren. Sein Gebiet seien die Talmudkommentare und die Dezisoren. Er bezeichnete also den bisherigen Ortsrabbiner als Privatmann בעל בית. Bald darauf (hatte R. Schemuel Elieser in der Synagoge Vortrag zu halten. Er erklärte, er habe eine schwere Frage gegen die Lubliner Gemeinde aber auch gegen sich selbst. Wie konnte die Gemeinde auf den Gedanken kommen, ihn von dem größeren Ostrog nach dem kleineren Lublin zu berufen, und wie konnte er selbst dem Rufe Folge leisten? Die zweite Frage kann er allerdings beantworten: So groß auch Ostrog!.sei, solche ״Privatmänner“ בעלי בתים wie die Geonim R. Meir und R. Se’ew Wolf gibt es dort nicht. Aber die Frage auf die Lubliner Gemeinde sei nicht zu beantworten. Nachdem sie ihn aber einmal zu ihrem Führer gewählt habe, gebe er als Ortsrabbiner die halachische Ent- Scheidung, die beiden Gelehrten müßten ihre Stellungen wieder übernehmen. Die Entscheidung wurde mit Jubel begrüßt. Während des dritten Sabbatmahles, das;bis tief in die Nacht reichte, 11 '5658 הגרן א, S. 40ff.; s. a. Margolies a. a. 0. S. 84ff.

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