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Nahalat tsevi · 1931-11-01 · Heft 1-2 (November 1931) · p. Seite 17

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 1-2 (November 1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 17 (sequence 21)
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17 Mensch überhaupt auf, der andere dagegen will die zwei ganzen Verse in Betracht ziehen, um so die Meinung des dunklen Spruches besser zu ergründen. Es lohnt, beiden!Wegen sich anzuvertrauen, denn die fast 2000 Jahre, die in stürmischer Eile in den ersten zwei Abschnitten des Buches בראשית an uns!vorübereilen, führen uns an die Wiege der Welt, der geistigen und der körperlichen. Das זד! ספר תולדות אדם ist der Wiegengesang, ein beschaulicher Haltepunkt im rasenden Sturm der Zeiten, und wie tief empfand die Weisheit, wenn sie im Wiegengesang des Lebens Bild erschauen konnte. Tatsächlich ,ist!auch die Menschheit nie über das hinweggekommen, was in diesem Wiegenlied steht, denn dieses enthalt auch die Vollendung. Die ganze Thora ist das Buch des Werdens der Menschheit und die ganze Menschheit ist ein Werden. Als s. Zt. die Entwicklungslehre an die Welt gebracht wurde, da glaubte man etwas Neues gefunden zu haben und machte dieses Neue zum Idol, begann einen Wettlauf um die Entartungen dieses Idols. Es war aber nicht neu; es sei nur an die Theorien Luzattos in den 138״ Pforten der Weisheit“ erinnert. Das ganze Leben ein Werden, ein Werden der Möglichkeiten, die alle schon in Adam geborgen lagen durch das Neue, das in ihn gebracht wurde an dem Tage, da der in der Natur waltende Allmächtige ihn heraushob aus dem scheinbar zwangsläufigen Ablauf der körperlichen Vorgänge, um in ihm ein Abbild der Ewigkeit zu schaffen. Das Neue aber, das damit in die Welt trat, war die Bedingtheit der körperlichen Vorgänge durch seelische Momente. Ein williges, stets sich ergänzendes Ineinanderwirken sollte es sein; einen •Gegensatz hat man daraus künstlich konstruiert. Es ist vielleicht eine der merkwürdigsten Mitteilungen der!heiligen Schrift, daß der!Allmächtige beide — Mann und Weib — Adam benannte und erst Adam seinem Weibe einen anderen Namen gab. So war das Werden in Kontraste aufgelöst. Ein Sidh-Suchen, ein Sich-Finden, ein Sich-Meiden. Es vollzieht sich aber in jedem Menschen der Vorgang aufs Neue. Aus all den Bedingtheiten Adams und Evas wird er, und die Aufgabe, diese Atavismen werdend zu gestalten, ist der Reiz des Lebens; daß aber diesem Werden zwei gleichartige Individuen als Voraussetzung!dienen müssen, ist Beginn und Inhalt der Menschengeschichte; diese Erkenntnis, wie nichts geeignet, den Menschen — beide Geschlechter—

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