Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 1-2 (November 1931)
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 7 (sequence 11)
- Belongs to
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1 deutung. In Bechoroth 43 b und 44 a werden as מומין (körperliehe Ausfallserscheinungen), die den Priester zwar aktionsunfähig (פסול לעבודה) machen, ohne daß aber im Geschehensfalle (בדיעבד) das vollbrachte Opfer unbrauchbar (פסול) wäre, folgende zwei genannt: שנשרו ריסי עיניו und שניטלו שניו (teilweiser Verlust der Augenwimpern oder der Zähne); beide mit der Begründung מפני מראית העין, weL sie näm-iJi dem Auge (des Unkundigen) als Vollfehler imponieren. Hier s.eht das im Wortsinn überwiegende Moment: der dem Auge sich darbietende Befund, obenan. Die Tatsache, daß derartige Leibesfehler dem unkomplizierten Denken der Masse als Vollfehler erscheinen müssen, weil es sich nur an das, was es sieht (מראה עין) hält, erschien dem Gesetzes'.ehrer beachtlich genug, um daraufhin den Betroffenen vom Opferdienst auszusch.ießen. S o angesehen, nähert sich die Bedeutung der Wortverbindung ihrer Anwendung im biblischen Sprachgebrauch wesentlich an. In dieser Richtung bewegt sich auch die Anwendung von;מראית העי an der Stelle Kilajim III. 5. In der Erwägung, daß für die Beantwortung der Frage, ob eine verbotene Misch- Pflanzung (כלאיס) vorliege, nicht sowohl die Gemci.isamk.i: der Ernährungsbasis der Puanzen (יניקה), a!s vielmehr die äußere Erscheinung der Pflanzstätte, je nachdem sie als ein Durcheinander (ערבוביא ) oder als planmäßiges Nebeneinander erscheint, maßgebend ist, wird die durchgeführte deutlich erkennbare Alloiropie der Pflanz nblätter (זו ניטה לצד זה וזו נוטה לצד זה) als ausreichende Schutzvorrichtung angesehen, die den כלאים-Charakter ausschließt. Das wird mit den Worten ausgedrückt: שכל (*מה שאסרו חכמים לא גלרו אלא מפני מראית העין. Her ist, wie auf den ersten Blick ersieht ich, die Verbindung des מראית העין mit der Vorstellung von einer Irreführung der Meinung der Menschen nicht einmal leise angedeutet, sondern nur an die Realität des Befundes, wie er sich dem Auge präsentiert, gedacht. Die Entwicklungs’inie des Bedeutungswechsels dü fte hier von der Stelle in Kilajim über Bechoroth zu dem späteren Gebrauch führen. אירע קרי .2 Die ejaculatio seminis ist eine Angelegenheit, die im Talmud aus mehrfachen Anlässen zur Verhandlung kommt und ') Jeruschalmi z. St. hat die bessere La שכן statt שכל.