Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 11-12 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 405 (sequence 57)
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405 Willfahrung der Menschen wahrnehmen lassen, während er hier Gott zum Subjekt der Willfahrung macht. Sie haben übersehen, daß ריח נחחי nur im Zusammenhang und analog mit קרבני לחמי לאשי verstanden werden kann. Wenn Gott קרבני לחמי לאשי sagt, so heißt doch das wahrhaftig nicht, daß Gott es ist, der das Opfer bringt. Vielmehr nennt Gott das von Menschen zu bringende Opfer sein Opfer. Ebenso ist ריח ניחחי zu verstehen. Auch hier sind’s die Menschen — genau so wie in Gen. 8,21 — die Gott den Ausdruck ihrer Willfahrung nahebringen. Und wenn Gott hier mit ריח ניחחי von seiner Willfahrung spricht, so ist das ebenso zu verstehen, wie קרבני לחמי לאשי , wo Gott ja ebenfalls ein von Mensehen zu Vollbringendes als das s einige bezeichnet. Prüft man genau, was Meklenburg zu אנשי קדש bemerkt, so sagt er dort ungefähr das Gegenteil von dem, was Hirsch darüber sagt. Auch Meklenburg bedeutet אנשי קדש im Vergleich zu אנשים קדושים eine Steigerung, und demgemäß übersetzt er ״Männer der Heiligkeit“ (nicht der ״Heiligung“), und er setzt dabei voraus, daß ״Männer der Heiligkeit“ auf einer höheren Stufe stehen als ״heilige Männer.“ Jedenfalls ist für Meklenburg קדש ein statischer Begriff, während Hirsch קדש als einen dynamischen versteht und demgemäß ״Männer eines heiligen Berufes“ übersetzt. Daß ״ מועדZusammenkunft“ heißt, hat gewiß auch Meklenburg gewußt. Aber er weiß es von Raschi, auf den er ja verweist. Und Raschi weiß es ׳ von der Thora, die ja ausdrücklich sagt: מעדתי שמה לבני ישראל. Aber erst Hirsch hat diesen Begriff in seiner ausführlichen Darlegung zu Ex. 12,2 in seiner ganzen Tiefe erfaßt, wenn er sich daselbst bei seiner Deutung des מועדים-Begriffs, ohne es ausdrücklich zu sagen, gegen Raschis מלך הקובע מקום מיעד לדבר עם עבדיו wendet und aus dem Moment der ״beiderseitigen Wahl“ seine ־וסס^ז/הדש^ entwickelt. . ( Daß auch andere Erklärer bei שבת an das ״Aufhören einer Tätigkeit“ denken, ist klar. Diese Erkenntnis ist allen gemein, die vom שבת nur das eine, kleine, primitive Wissen haben, daß er eben das Aufhören der ,Werktagsarbeit bedeutet. Ich möchte aber den Erklärer kennenlernen, der schon vor Hirsch die positive Bedeutung dieses ״Aufhörens“ in ihrer ganzen Tiefe so hervorgekehrt hat, wie dies in Hirschs Bemerkungen zu וישבת geschieht. Auch der Gegensatz zwischen ״Werk“