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Nahalat tsevi · 1931-09-01 · Heft 11-12 (September 1931) · p. Seite 402

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 11-12 (September 1931)
Date
1931-09-01
Page
Seite 402 (sequence 54)
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402 die sie zu einer geschichtlichen Tat gestempelt wurde, die seit Martin Luthers Bibelübersetzung ohne Beispiel sei, sie mußte ja auf alle diejenigen, die sich eine Bibellektüre ohne unsere klassisehen מפרשים überhaupt nicht vorstellen können, geradezu aufreizend wirken, zumal da Sie ja selber in Ihrer Arbeit über die .Wortwahl mit keinem Worte verrieten, wie viel Wertvolles und Wesentliches Sie diesen unseren Klassikern zu verdanken haben. Gewiß war es nicht nötig, bei jeder einzelnen Wortdeutung die Quelle anzugeben, aus der Sie schöpften, jedoch ein allgemeiner Hinweis auf die Arbeit der klassischen Bibelexegese, ungefähr das zu sagen, was Sie nachträglich in Ihrer Antwort auf meine Frage sagen, das wäre doch im Interesse einer sachlichen Unterrichtung des Leserkreises, für den Ihre Arbeit bestimmt ist, wohl angebracht gewesen. Hirschs Pentateuch ist gewiß verbreitet, aber daß man Hirsch gerade in Ihren Kreisen immer totzuschweigen suchte, daß man ihm niemals gerecht geworden ist, daß man ihm bei der Würdigung seines Lebenswerkes seine ״Orthodoxie“ niemals verzieh, ja, daß man es wagte, ihn, der im Rausche der Emanzipation der Einzige war, der sein jüdisches Volkstum nicht verlor, dem Assimiiantentum einzuordnen, weil er das, was ihm und seinem Volke das Heiligste war, lange vor Ihnen zu verdeutschen unternommen, das alles ist Ihnen genau so bekannt wie mir, und darum wäre es schon ein Akt edler Ritterlichkeit gewesen, anläßlich einer neuen Schriftverdeutschung, die teilweise auch von ihm befruchtet ist, auch ohne Herausforderung, mit einem dankbaren Worte seiner zu gedenken. Sie hielten seine Erwähnung für!überflüssig, weil auch er seiner Vorgänger nicht gedachte. Das scheint sehr einleuchtend zu sein, Sie übersehen aber hierbei einen kleinen Unterschied. Sie haben Hirsch, Mecklenburg, Bähr, Arnheim, Redslob, Cierides, Schräder etc. gekannt und studiert, und obwohl Sie diese kannten und studierten, hielten Sie es für überflüssig, sie zu erwähnen. Bei Hirsch liegt aber die Sache wesentlich anders. Mit Ausnahme der alten Erklärer, Raschi, Ramban etc. war von neueren Kommentatoren Hirsch niemand bekannt. Er hat sich darüber in seiner Antwort auf einen Angriff von Raphael Kirchheim selber ausgesprochen: ״Die Existenz!der Schrift Ohole Jehuda, aus welcher ich angeblich den linguistischen Teil meines Kommentars gestohlen haben ■soll, war mir bis zum

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