Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 11-12 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 401 (sequence 53)
- Belongs to
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401 widersprechen: der Gläubiger, der משמט אני sagt, erklärt, keinen Anspruch aufrechtzuerhalten. Da der zahlungsfähige Schuldner von sich aus zahlungspflichtig bleibt, hat die שמטה nicht eine Veränderung der Sachlage, sondern eine des Verhaltens (des Gläubigers) zur Folge, denn ״das Verhältnis des Schuldners bleibt davon unberührt“ (Hirsch). Was aber שמטת קרקע betrifft, so bedeutet das Faktum, daß man ein Grundstück für die Dauer eines Jahres nicht bearbeitet und seinen Ertrag in diesem Jahr der Allgemeinheit überläßt, durchaus nicht, daß man es ״aus der Hand fahren läßt“; denn ״für die Dauer eines Jahres“ kann man nichts ״aus der Hand fahren lassen“: was ich aus der Hand fahren lasse, das kann ein andrer an sich nehmen, das Grundstück wäre dann besitzerloses Land geworden, das jeder besetzen könnte. Anders verhält es sich, wenn ich nur meinen Zugriff lockere. Auch hier geht es nicht um eine Veränderung der Sachlage (Aufhebung des Besitzrechts), sondern um eine des Verhaltens (Suspendierung des Anspruchs). Martin Buber. Schlußwort an Martin Buber. Die offene Ehrlichkeit, mit der Sie zugeben, daß Sie Rabbiner Hirsch Vieles und Wesentliches zu verdanken haben, ist nicht nur im Hinblick auf die Seltenheit eines solchen Zugeständnisses aus Hirsch fernen und fremden Kreisen anerkennenswert, sie sollte und wird auch vielleicht manchen Lesern, die mit ihrem Judentum Hirsch näher stehen als Sie, ein Anlaß sein, darüber nachzudenken, ob die ״Los von Hirsch“- Bewegung, die unsere Zeitschrift zum Stillstand bringen möchte, nicht das beste Mittel ist, um das orthodoxe Judentum in Deutschland vor der gesamten jüdischen Oeffentlichkeit dem Fluch der Lächerlichkeit preiszugeben. Gleichwohl möchte ich glauben, daß die Voraussetzung, von der ich bei meiner Anfrage ausging, daß Ihre Bibelübersetzung mit dem Anspruch auftrat, als erste und einzige die entwirklichte Bibel der Wirklichkeit zurückgegeben zu haben, keineswegs so unzutreffend war, wie es sich jetzt nach Ihrer Antwort auf meine Frage herauszustellen scheint. Die maßlose Verhimmelung, die Ihre Schriftverdeutschung im Kreise Ihrer Verehrer erfuhr, durch