Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 11-12 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 399 (sequence 51)
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599 haben ja schon die alten Uebertragungen; um was es mir ging (aber nicht als eine ״nie gehörte Offenbarung“, wie Sie mir zuschreiben, sondern einfach zur Belehrung der noch Unbeiehrten), war die für das Sprachgefühl der Bibel selbst bestehende und von ihr mit hämmernder Eindringlichkeit (so Ex. 3036) hervorgehobene Verwandtschaft von מועד und עדות, und solche solcherweise betonte Verwandtschaft stammverschiedener Wörter erschien uns so bedeutsam, daß wir uns verpflichtet empfanden, der deutschen Sprache in ״Gegenwart“ und ״Vergegenwärtigung“ eine entsprechende abzugewinnen. Zu שבת finde ich in jedem der von mir herangezogenen Bücher richtige Erklärungen; insbesondere ״das Aufaören einer Tätigkeit“, das Ihrer Ansicht nach Hirsch als der Erste darin hervorgehoben hat, wird dort allgemein erkannt. (Daß Sie das edle Wort ״Feier“ seiner angeblichen ״faden Abgeblaßtheit“ wegen abweisen, entzieht sich meiner Erörterung.) Hirsch war auch nicht, wie Sie meinen, der Erste, der die מלאכה der Schöpfung und die מלאכה der Menschenwoche mit dem gleichen Worte ״Werk“ wiedergab, sondern das tun so gut wie alle Verdeutschungen, von den voriutherschen bis zu den unmittelbar vorhirschschen; uns erschien aber ״Werk“ zu blaß, um den Leser die wichtige Relation merken zu lassen, und wir wählten statt seiner ״Arbeit“, das ja auch der ganzen Wort- Stimmung nach מלאכה adäquater ist. Daß Hirsch, wie Sie sagen, als Erster den Begriff ״Glauben“ durch ״Vertrauen“ ersetzte, t/ifft nicht!zu. Wohl gibt er die zwei Worte והאמן בד Gen. 15,6 wieder durch: ״Er aber hatte seine ganze Zuversicht auf Gott gesetzt“, aber schon Arnheim (1837) überträgt knapp und richtig: ״Und er vertraute auf 1 Mit הורה steht es so, daß es die jüdischen Uebersetzer im allgemeinen verstehen, die von Pau'us nicht loskommenden christlichen im allgemeinen mißverstehen. נביא erklärt Redslob in seiner Abhandlung über diesen Begriff (1839) S. 4 genau ebenso wie Hirsch; ich halte übrigens die von beiden angenommene Etymologie, die von einigen Neueren zu einer ganz andersartigen Erklärung des Wortes verwendet worden ist, nicht für die richtige. Durchaus unvertretbar erscheint mir (wie ich anderwäits auszuführen gedenke) Hirschs hifilische “Deutung des Tetragrammatons, die übrigens schon 1700 bei Johannes Clericus