Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 11-12 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 397 (sequence 49)
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397 sagen, ich hätte!es dennoch da tun sollen, wo wir das Verständnis so vieler Begriffe Hirsch verdankten. Aber das gilt eben nur für sehr wenige der herangezogenen. Ich kann nämlich die von Ihnen für Hirsch in Anspruch genommene Erstmaligkeit mit 2 oder 3!Ausnahmen nicht gelten lassen. Ich will das hier an mehreren Beispielen andeutungsweise darlegen, bin aber, wenn sie Ihnen nicht genügend scheinen sollten, gern bereit, einen umfassenden Beweis für meine Gegenbehauptung anzutreten. r Auf die מפרשים möchte ich hier nicht eingehen (obgleich ich das einschlägige Material besonders übersichtlich geordnet besitze, da ich Franz Rosenzweig, um dem körperlich schwer Gehemmten das Nachschlagen zu 1ersparen, zu jedem kontraversen פם1ק sämtliche Ansichten unserer Exegeten zusammenzustellen pflegte); es scheint mir angemessener, in diesem Zusammenhang auf unmittelbare Vorgänger Hirschs hinzuweisen. Immerhin darf ich nicht unerwähnt lassen, daß ich nicht verstehe, wie Sie hermeneutischen Tatsachen gegenüber, wie des רמבין herrlich einfache und eindeutige Erklärung von יובל (zu Tev. 25,10), wie die Sicherung der Etymologie und Bedeutung von מועד durch Saadja, Ibn Esra und רד״ק, wie das Minderheitsvotum von Josef Kimchi zu מנחה u. s. f., auf Hirsch1 und nur auf Hirsch als den ״Ersten“ hinzeigen können. Aber auch unter Hirschs unmittelbaren Vorgängern will ich mich heute aus Zeit- und Raumgründen auf ein paar Werke aus einem einzigen Jahrfünft — 1836 bis 1840, also rund 30 Jahre vor dem I. Band von Hirschs Pentateuch — beschränken, insbesondere auf ein jüdisches und ein christliches: Meklenburgs הכתב״ והקבלה von 1839 und Bährs ״Symbolik des mosaischen Kultus“ von 1837/9. Von den Begriffserklärungen, deren Priorität Sie für Hirsch vindizieren, findet sich die Mehrzahl schon in dem einen oder anderen dieser Werke. Von קרבן weiß schon Meklenburg (zu Lev. 1,2), daß es so heißt, weil dadurch eine קריבה רבה sich' zwischen dem Opfern den und Gott vollzieht (vgl. auch Bähr II 15, 209, 214). עלה versteht schon Bähr (II 347, 361, 367) als das Aufsteigende (vgl. auch Gosmans Uebersetzung in der Meklenbürg-Ausgabe von 1856). 1 מנחה gibt schon Meklenburg, obgleich er der üblichen Etymologie folgt, mit ״Hingebungsopfer“ wieder, und bei