Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 11-12 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 379 (sequence 31)
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es sich darum handelt תשובה zu tun, holt euch ruhig die עבריינים dazu, denn Gott gegenüber seid ihr genau so תשונהbedürftig wie sie, ihr habt nicht das Recht, euch als Sittenrichter über die Einzelnen aufzuspielen und euch aufs hohe Roß zu setzen כל תענית שאין בה מפושעי ישרא׳ אינו תענית Diese ״Gefahren des Austrittsprinzips“ waren also offenbar unseren חכמים durchaus gegenwärtig, und es ist dies keine Erfindung derer, die aus Friedenssehnsucht Gegner des Austritts sind. Am klarsten hat sich aber gerade — Rabbiner Hirsch זצ״ל selbst, der ja irrtümlicherweise als ״Vater des Austrittsgedankens“ angesprochen wird, zu dieser Fragegeäußert. So betont Rabbiner Hirsch זצ׳ל in seinen bekannten Schriften für den Austritt, daß der Kampf niemals den Mensehen sondern ausschließlich dem Abfall gelte. ״Je mehr wir aber zu den in den Anschauungen und Lebensweisen des מעות und׳ אפיקורסות, des grundsätzlichen Gegensatzes zur jüdischen Wahrheit und dem jüdischen Gesetze aufgewachsenen Zeitgenossen in friedlichem und freundlichem Verkehr zu verharren haben; je mehr wir die Anschauungen und Lebensweisen des echten Judentums in Achtung gebietender Weise im eigenen Leben verwirklichen unid in diesem Verkehr ihnen zu einer Geist und Herz für das echt Jüdische gewinnenden Erkenntnis zu bringen hoffen sollen; je weniger wir somit aus dem Verkehr mit den Menschen scheiden sollen, je tiefer wir überzeugt sein dürfen, es werde der barmherzige Gott allen bereits im Gegensatz zu dem jüdischen Gesetz und der jüdischen Wahrheit aufgewachsenen Zeitgenossen seine Vergebung, sein סלחתי וגר כי לכל העם בשמה aussprechen: um so gebieterischer tritt ja für uns die Notwendigkeit heran, von dem מינות - und אפיקורסות -System, in dessen Bekenntnis sie erzogen sind, uns fern zu halten und durch unseren Austritt von jedem Zusammenhänge mit diesem völlig zu scheiden“. (Ges. Schriften IV, Seite 340). So klar spricht es unser großer Führer aus, daß mit dem Austritt alles andere als eine etwaige Be- und Verurteilung von Menisdhen vorgenommen werden soll, so wenig hielt uns Rabbiner Hirsch für berechtigt, durch den Austritt uns selbst irgendwelches Wohlverhalten zu attestieren. Sollten manche in irgendwelchem Mißverständnis diese Lehren Rabbiner Hirsdhs außer acht gelassen haben, so gibt das niemandem das Recht, für dieses Mißverständnis das Von Rabbiner Hirsch und Rabbiner Breuer gelehrte Austritts p r i n z i p verantwortlich