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Nahalat tsevi · 1931-09-01 · Heft 11-12 (September 1931) · p. Seite 375

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 11-12 (September 1931)
Date
1931-09-01
Page
Seite 375 (sequence 27)
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575 neratkmen, schon seitdem der Großvater oder Urgroßvater sieh mutig und ״brav“ hinter Rabbiner Hirsch gestellt hat, einer unbestrittenen Makellosigkeit erfreut. Es entstand der Typ derer, auf deren Gefolgschaft ihre Rabbiner זצ״ל bei ihren gewaltigen Mussarworten immer wieder rechnen konnten, die eben ״alles“ taten, sodaß sie sich nie betroffen fühlen mußten, Sie bildeten den edelsten Kern der deutschen Orthodoxie, zweifellos. Sie vergaßen aber, daß es bei der תורה immer noch ein ״Weiter“ gibt, selbst dann, wenn ihr רב dieses ״Weiter“ auf der Kanzel nicht in breiter Ausführung darstellen kann. Dieser Typus hat die Müdigkeit der deutschen Orthodoxie veranlaßt. Erst dann wird die Müdigkeit der Orthodoxie beseitigt sein, wenn jeder wieder das Bewußtsein hat, daß er sich in der תורה- Erfüllung noch vervollkommnen muß. Bei der Technik dieser Selbstarbeit kann uns nun aber der Osten gute Dienste leisten. — Sicherlich ist es durchaus berechtigt, wenn Dr. Breuer von dem Osten mehr Gerechtigkeit uns gegenüber verlangt, wenn er dem Osten das Recht abspricht, uns über die Achsel anzusehen und wenn er glaubt, daß man dort so manches aus unseren Erfahrungen lernen könnte. Ob aber der Osten uns gerecht werden und unsere größere Erfahrung auf dem Gebiet der Abwehr sich zu eigen machen will, ist eben — seine Sache. Unsere Sache aber ist es, im Osten das zu lernen, was wir in unserem Interesse lernen können. Nicht etwa als ob wir die Verhältnisse des Ostens auf uns übertragen sollten. Schon deshalb nicht, weil der Osten eben auch seine — Fehler hat. Nicht aber sollten wir in das andere Extrem verfallen, aus Furcht vor ״Veröstlichung“ die Vorteile des Ostens nicht zu sehen, die er vor uns dadurch, daß man dort nicht im Kampf gestanden, voraus hat, und was uns in der Erreichung des Zieles, das unsere großen Lehrer זצ׳ל uns gesteckt, helfen könnte, von dort zu lernen. Während der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hatten wir in Westeuropa die תורה gegen die Anstürme der Assimilation, des Zionismus und sonstiger Gefahren zu verteidigen, dort hatte man Zeit, die verschiedensten Veranstaltungen zu treffen, die geeignet erschienen, den Einzelnen in seiner יראת שמים einer immer größeren Vollkommenheit zuzuführen. In Litauen schlug man den Weg dessen ein, was man unter Mussarbewegung zusammenfaßt, in Polen und Ungarn benutzte man den Chassi?

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