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Nahalat tsevi · 1931-07-01 · Heft 9-10 (Juli 1931) · p. Seite 333

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 9-10 (Juli 1931)
Date
1931-07-01
Page
Seite 333 (sequence 49)
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333 sehen!Tiefsinns, den das Publikum ja doch nur als philosophisch aufgeputzten Unsinn empfindet. Hier den richtigen Mittelweg zu finden, dazu gehört Weisheit und Takt, Bildung und Charakter — חכמה und מוסר. Aus nachgelassenen Schriften von Rabbiner Dr. Salomon Breuer. Zweiter Teil: Exodus. 1931. J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. Wegen Bezug für Mitglieder der Iiabbiner-Hirsch-Gesellschaft vgl. 3. Um- Schlagseite dieses Heftes. * Eine liierarifche Anregung. Unter dem Titel מפתח השלם לתלמוד בבלי hat R. Eli ja hu Po rusch- Glückmann in Jerusalem im Verlag von J. Kauffmann, Frankfurt a. M., den ersten Band einer Konkordanz herausgegeben, der zunächst den Talmudtraktat Berachoth behandelt. (Preis des brosch. Expl. 2 Mk.) Nach wohlerwogenenen Gesichtspunkten werden die gewaltigen talmudischen Stoffe den Aufgaben einer Realkonkordanz eingegliedert: dahin gehören die in Berachoth vorkommenden Verse aus T’nach, die überlieferten Deutungsregeln, die halachischen und agadischen Aussprüche, die Meinungsverschiedenheiten der Tanaim und Amoraim, die historischen und naturwissenschaftlichen Stellen, die Gebiete, die über Fragen des Handwerks und Gewerbes Aufschluss geben, ein Namensverzeichnis der vorkommenden Tanaim und Amoraim und sonstiger Persönlichkeiten aus der jüdischen und allgemeinen Geschichte sowie geographische Angaben. Alles in allem ein bedeutsames Werk, das von allen talmudisch interessierten Kreisen mit gebührendem Dank aufgenommen zu werden verdient, zumal diesem Band in gleicher Weise die Behandlung der übrigen Traktate folgen soll. Aus der dann vorliegenden stattlichon Zahl von Einzelkonkordanzen soll dann durch zusammenfassende Verarbeitung die gewaltige Konkordanz des gesamten Talmud erstehen, wie sie der Titel dieses ersten Bandes bereits ankündigt. Dies gibt uns aber Veranlassung, ein Bedenken grundsätzlicher Natur zu äussern. Wir möchten glauben, dass Unternehmungen wie die geschilderte nicht von einer Einzelpersönlichkeit ausgeführt werden sollten. Aus verschiedenen Gründen. Zunächst wäre gegen die oben angeführte stoffliche Verteilung manches einzuwenden. Wir möchten es aber unterlassen, einzelne Aus- Stellungen zu registrieren, weil es uns auf grundsätzliche Erwägungen ankommt. Ein Werk von solchem Ausmass müsste von einer Kommission getragen sein, deren Mitglieder in gründlicher Besprechung aller in Betracht kommenden Gesichtspunkte die Richtlinien für seine Ausführung im allgemeinen und in allen Einzelheiten festzulegen hätten. In dieser Kommission müssten nicht nur Männer vertreten sein, die den talmudischen Stoff beherrschen, sondern auch solche, denen die Erfahrungen und Arbeitsmethoden, die auf anderen Wissensgebieten bei der Herstellung solcher Konkordanzen gewonnen wurden, gegenwärtig sind und die sie für dieses Werk nutzbringend zu verwerten imstande wären.

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