Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 9-10 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 313 (sequence 29)
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313 für קדש קדשים die Uebersetzung von Luther ״allerheiligst“ und die von Kautzsch-Bertholet ״hochheilig“ ablehnen und dafür ״Abheiligungen von Darheiligungen“ setzen, so mag das für Leute, die bloß Luther und Kautzsch-Bertholet kennen, eine Offenbarung sein, nicht aber für Leute, die wissen, daß Hirsch zu Ex. 29,37 bemerkt: קדש קדשים ״ : Wir bezweifeln, daß diese Zusammenstellung einfach als Superlativ zu begreifen sei. עבד עבדים ist ein Knecht von Knechten, מלך מלכים ein König über Könige, שמי השמים , ein höherer Himmelsraum, dem gegenüber unser sichtbarer Himmel zu einem solchen Minimum verscbwindet, wie unsere Erde sich zu unserem Himmel verhält, also der Himmel unseres Himmels u. s. w. So heißt auch wohl קדש קדשים ein Heiligtum, von welchem andere Heiligtümer ihre Heiligung erhalten.“ Wie hat man sich seit Jahr und Tag selbst in Kreisen, die Hirsch nahe standen, über Hirschs seltsam schwerfällige Uebersetzung von ״ אהל מועדZelt der Zusammenkunftsbestimmung“ aufgehalten und Luthers ״Stiftszelt“ die Treue gewahrt! Und nun kommen heute Sie mit Ihrer Entdeckung, daß die Wurzel von moed jaad sei, jaad aber bedeute, von mehreren Personen gebraucht, einander an vorher bestimmtem Ort begegnen, von einer einzigen Person gebraucht — biblisch nur auf Gott angewendet — sich an vorherbestimmtem Ort zu einer Begegnung einfinden, daß ferner das Wort moed auch den Begriff der festlichen Begegnung des Volkes mit Gott enthalte. Als ob es nicht schon längst bei Hirsch hieße (zu Ex. 12, 2): מועד, von יעד eine Vereinigung bestimmen, heißt: ein zu einer Zusammenkunft bestimmter Ort (daher אהל מועד, ונועדתי לך שם) oder: eine zu einer Zusammenkunft bestimmte Zeit.... מועדים sind zu unserm Zusammenkommen mit Gott bestimmte Zeiten.“ Als nie gehörte Offenbarung verkünden Sie ״Edut ist die Vergegenwärtigung, das, was einem etwas vergegenwärtigen, immer neu gegenwärtig machen 9011 und kann; in unserm Zusammenhang werden die Tafeln des Bundes so genannt, die die Offenbarung als eingegrabene Schrift empfangen haben und sie allen späteren Geschlechtern, die nicht selber der Offenbarung gegenwärtig gewesen waren, ״viergegenwärtigen“ sollen.“ Vergleichen Sie damit die schlichte Bemerkung Hirschs zu Ex. 25,16: ״Des Gesetzes Repräsentanz!sind die עדות-Tafein, deren Dasein selbst allen Folgegeschlechtern die Tatsache