Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 9-10 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 309 (sequence 25)
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309 dem geopfert wird, nicht notwendig voraussetzt, ist Korban ein B e z i e h u n g s b e g r i f f, d. h. er schließt das Dasein zweier Personen ein, und zwar zweier, von denen die eine die Entfernung zwischen den beiden zu vermindern sucht, indem sie sich der andern, eben durch den Korban, den sie ihr ״herannaht“, zu ״nähern“, ihr zu nahen sucht; Korban ist also deutsch nicht Opfer, sondern Darnahung, Nahung.“ Diesen Unterschied zwischen Korban und Opfer hat S. R. Hirsch in seinem Kommentar zum 3. B. M. 1, 2 noch viel gründlicher als Sie herausgestellt: ״Es ist in hohem Grade zu bedauern, daß es kein deutsches Wort gibt, durch welches der im Ausdruck קרבן liegende Begriff ungetrübt wiedergegeben werden kann. Unglücklicherweise hat sich mit dem Worte ״Opfer“, das doch seinem Ursprünge von dem lateinischen offero nach nur ״Darbringung“ bedeutet, die Vorstellung zerstörender, vernichtender Einbuße verknüpft, die dem Wesen und Begriffe des hebräischen קרבן völlig fremd, ja konträr entgegengesetzt ist. Selbst die ursprüngliche im Opfer liegende Bedeutung: Darbietung, Darbringung, ist dem קרבן nicht ganz adäquat. Der Begriff: Darbieten, Darbringen setzt einen Wunsch, ein Verlangen, ein Bedürfnis nach dem Dargebrachten bei demjenigen dem es dargebracht wird, voraus, das durch die Darbringung seine Befriedigung finden soll. Es ist nicht von der Vorstellung: Gabe, Geschenk zu trennen. Von allem diesen ist jedoch der Begriff: קרבן fremd. Es heißt nie: Geschenk, Gabe, kommt überhaupt nur in Beziehung vom Menschen zu Gott vor und läßt sich ja nur aus der der Wurzel קייב innewohnenden Bedeutung begreifen. קיב heißt ja: nahen, näher kommen, also: in innigere Beziehung zu jemandem gelangen. Damit ist aber sofort dem Begriff הקיבה die podrivste Gewinnung eines vielmehr erhöhten Daseins als Ziel und Wirkung '.indiziert und damit ebensowohl jede entgegengesetzte Vorstellung einer Zerstörung, Vernichtung, Einbuße, abgewiesen, als damit gleichzeitig nicht ein Bedürfnis dessen, dem ein ״ קרבןnaht“, sondern das Bedürfnis des מקייב als dasjenige bezeichnet ist, das im קרבן seine Befriedigung zu finden hat. Der מקייב wünscht, daß etwas von ihm in nähere, in nahe Beziehung zu Gott treten soll, das ist sein קרבן ״ “, und die Handlung, durch die es in diese größere Gottesnähe gelangen soll, heißt הקריה״“. Es ist קרבת אלקים, die Gottesnähe, die mit dem *י״ב angestreht wird.“ Obwohl Hirsch die Entwirklichung, die das hebräische