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Nahalat tsevi · 1931-07-01 · Heft 9-10 (Juli 1931) · p. Seite 308

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 9-10 (Juli 1931)
Date
1931-07-01
Page
Seite 308 (sequence 24)
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308 Rechts- ׳und Gemeinschaftsfragen sei dem psychologisch geschulten Leser überlassen. Nur das Eine sei noch festgestellt: Wer jeine jüdische, nur aus jüdischen Quellen schöpfende Auseinandersetzung ,über alle diejenigen Fragen sucht, die den heutigen kollektivistischen und bioanalytischen Meinungen über Recht ,und Gemeinschaft der Menschen gewachsen ist, wird an den Schriften unseres Meisters über diese Dinge nicht achtlos vorübergehen können. Sollte!es uns noch vergönnt sein, einen Tag zu erleben, an welchem jede ״aktuelle persönliche“ Note aus unseren jüdischen Gesamtheitsbestrebungen schwindet, so wird eben auch das der Tag unserer Gesundung sein, die Wiederantrauungder Gemeinde Israels an ihren ״Trauten von ehedem“, ohne Einfluß und Störung von außen, — und (für ewig. Offene Anfrage an Martin Buber. Von R. B. In Ihrer dem Gedächtnis Franz Rosenzweigs gewidmeten Arbeit ״Ueber die Wortwahl in einer Verdeutschung der Schrift“ haben Sie an einigen Begriffen gezeigt, ״wie die Wirklichkeit, die die biblischen Bezeichnungen meinten, teils entwirklicht, teils durch andersartige Vorstellungen ersetzt worden ist.“ Sie treten mit dem Anspruch auf, im Gegensatz zur griechischen Uebersetzung der Siebzig, der lateinischen des Hieronymus und der deutschen Martin Luthers (als Erster und Einziger unter allen Bibelübersetzern die entwirklichte Bibel der Wirklichkeit zurückgegeben und von andersartigen Vor- Stellungen gesäubert zu haben. Im folgenden soll durch eine Gegenüberstellung von Zitaten gezeigt werden, daß die bedeutsamsten und wertvollsten Entdeckungen Ihrer Schriftverdeutschung, die Sie in Ihrer Arbeit über die Wortwahl zusammenstellen, nicht neu, sondern als das geistige Eigentum eines älteren Schriftverdeutschers namens Samson Raphael Hirsch zu betrachten sind. Sie schreiben: ״Das Wort, das allgemein durch .,Opfer“ wiedergegeben wird, Korban, hat mit den Assoziationen, die das deutsche Wort (das die Sinnlichkeit von offerre längst eingebüßt hat) erzeugt — Verzicht, Entäußerung!usw. — nichts zu schaffen. Während gar der indische Opferbegriff ein Wesen,

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