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Nahalat tsevi · 1931-07-01 · Heft 9-10 (Juli 1931) · p. Seite 307

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 9-10 (Juli 1931)
Date
1931-07-01
Page
Seite 307 (sequence 23)
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leicht in ein Mißverhältnis zu seinem Objekt gerät Die ״Bio״ analyse“ von S. Ferenczi und F. Alexander kehrt die erwähnte Kollektivitätsbeobachtung Jungs um und lehrt: Gesund ist jede solche Regung des Unbewußten, die in der ganzen phylogenetischen [Reihe mitschwingt; krankhaft (psychoneurotisch) jeder aktuelle persönliche Wunsch aus dem Unbewußten. Wir verhehlen uns nicht den im Grunde atheistischen, deszendenztheoretischen Charakter auch des Ferenczi-Alexandersehen Systems. Aber Erkenntnisse der Wahrheit müssen wir ״annehmen, von wo sie auch kommen mögen“. Die jüdische Form der *Gotthörigkeit ist ja ihrem innersten Wesen nach gleichfalls an das Leben und Fortleben einer Gemeinschaft der Gottbekenner gebunden. Nur wer den Gesetzen für diese Gemeinschaft;sein Leben widmet, lebt ein wirkliches Leben. ״Wer Geschenke haßt, wird leben“, — wurde von unseren Weisen sehr wörtlich genommen. Wohl hat die Gemeinschaft Israels als solche kein ״Vermögen“, und auch in der Stunde der Volkwerdung Israels ist das herrschende Sinnbild das der Besitzlosigkeit; aber das Vermögen des Einzelnen ist Gotteslehen,— nicht etwa Privatabmachung der Persönlichkeit mit dem Geber alles Guten, sondern lebende Verbindung seines ganzen hieniedigen Wesens mit dem Quell alles Lebens, — mit den Vätern, mit Gott. Beim Einzuge ins Land Israels ״beerben die Toten die Lebenden“. Dieses Leben aber ist: Sieg des freien bewußten Willens über alle Trübungen aus vorletzten Seelenbereichen. Denn die letzten sind rein unnd klar. — Gotteshörigkeit, sabbathliehe Vollendung liegt als Gipfelsonne über die Höhen des Thorarechtes gebreitet. Ein Eid über Alltäglichstes ist uns Anrufung des Gottes, der in Geistesmacht die Dimensionenweit vollendete und diese Geistesmacht nicht nur dem Menschenleibe, sondern auch dem redlich erworbenen Menschenvermögen einhauchte. In gestohlenem Gebälk lauert der Unsegen; der Stein aus der Mauer schreit, und der Sparren vom Holz antwortet ihm. Aber aus dem Händewerk des Redlichen leuchtet das Angesicht der Schöpfung, das Gott zu den Gerechten ״erhebt“. — In Zitaten aus den Büchern der jüdischen Weisheit und aus den Erklärungen unseres Meisters dazu ist alles dies geschrieben, und der Kenner erkennt die Quelle. 7. Nicht zu seiner, zu Gottes und des Gesetzes Ehre ist alles dies gedacht und daher wohl nähere 'Zitierung unnötig. Die Anwendung aller dieser Gedanken auf heutige jüdische,

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