Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 9-10 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 292 (sequence 8)
- Belongs to
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Strömungen die Haltlosen unterzugehen drohten, galt es ihm, mit gigantischer Kraft den urfesten!Boden aus den Zeitenfluten emporzuheben, auf dem die von den Stürmen Zerstreuten sich sammeln, in den Entwurzelten alle Fasern ihres Wesens einsenken sollten, um die Kraft zu erneuter Lebensweihe und ungebrochener Erfüllung ihrer von Gott ihnen gestellten Lebensiaufgabe zu finden. Dieser Boden konnte nur das Faktum der göttlichen Schöpfung der Goitesnation sein, die ihre Glieder für alle Zeiten umfangen hält, denen in 1׳dem Gottesgesetz die ewige nationale Verfassung geworden, in deren Verwirklichung sie ihre alleinige nationale Aufgabe zu erblicken hat. Für diese Erkenntnis hat Rabbiner Hirsch den aufrüttelnden, sammelnden Fanfarenruf seiner 19 Briefe in die jüdische Welt hinausgesandt; hat ihr aus göttlichen Urkunden der Thora und der Propheten den Sinn des Lebens gedeutet, den Sinn der Geschichte erschlossen und das über •alle Irrgänge der Menschengeschichte winkende, von Gott gesetzte Ziel gewiesen; hat ihr Israels Dasein als göttliches!Schöpfungswerk gekündet, aufgedeckt die Grundlagen seines Volkstums, das in Gott und seinem Willen alleinigen'Boden, alleinigen Sinn findet, den historischen Werdegang seiner Volksgeburt verfolgt und daraus den Charakter 'seiner Volkstümlichkeit in seinem Gegensatz zu allen völkischen Erscheinungen der MenschengesChichte erhellt und die Bedingung gezeigt, an die von Anbeginn sein Volksgeschick und seine Volkszukunft geknüpft waren. ״In Wüsten erhielt es Thauro und ward dadurch in Wüstenei, ohne Land und Boden, Volk — Thauro, Erfüllung göttlichen Willens, ihm Grund und Boden und Ziel — und daher ,seine!Volkstümlichkeit nicht an Vergängliebes verknüpft, nicht durch Vergängliches bedingt, ewig wie Geist und Herz und das Wort des Ewigen.“ Aber es sollte als ,Volk eintreten in die Mitte der Völker, sollte als Volk zeigen den Völkern, daß Gott Inhaber und Spender alles Segens sei — Ihm ward daher Boden und Segen und Staatseinrichtung, aber nicht als Ziel, sondern als Mittel zur Erfüllung der Thauro — welches Bild dieses Volkes, wenn es sein Ideal erreicht! —“ (8. Brief). Aus göttlichen Urkunden lehrte er sie den Sinn ihres Galuth begreifen, das an Israels ewigem Beruf nichts geändert, die Grundlagen seiner Volkstümlichkeit nimmer zu erschüttern