Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 8 (Juni 1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- Seite 254 (sequence 6)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2551369-2551387-2551394--0288-2551783- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
254 תשו' פרי הארץ ירד סי׳ ב׳ wird die Fr ge erörtert, ob bei Befürchtung eines Wahnsinnanfalls der Mutter bei der Geburt oder durch die Geburt eine künstliche Unterbrechung der Schwangerschaft gestattet Isei. Es wird entschieden, daß auch Wahnsinn סכנת נפשות bedeute und auch in diesem Falle לקולא entschieden werden könne. In שרת אבני צדק חרט י״ט wird diese Frage ebenfalls behandelt, doch gelangt der Verf. zu keiner klaren Entscheidung. Vgl. auch שדי חמד אישות ל״ג und לבושי מרדכי חרם כ״ט. Vgl. auch' zur ganzen Frage מהר״ם שיק ירד קנ״ה. Als Ergebnis all der תשובות kann festgestellt werden, daß bei Lebensgefahr der Mutter eine künstliche Unterbrechung der Schwangerschaft gestattet, ja sogar geboten ist. Aber nur bei Lebensgefahr. Weder die sogenannte soziale Indikation noch die eugenische spielen in dieser Frage irgend eine Rolle. Auch das Leben der Ungeborenen ist heilig und nur, wo es gilt, ein wertvolleres Leben zu retten, kann das Leben des noch Ungeborenen preisgegeben werden. Aus Sorge, ob man das zu erwartende Kind werde großziehen können, oder ob das zu erwartende Kind nicht die Rationen der bereits vorhandenen Kinder schmälern werde, darf man keimendes Leben nicht vernichten. Gott, der Schöpfer und Herr des Lebens, hat uns zu Mitschöpfern von Leben berufen, aber uns nicht gestattet, aus kleinlicher Sorge heraus Leben zu vernichten. Der Spender des 'Lebens sorgt auch für Erhaltung des Lebens. Man macht es sich Richer nicht klar, daß eine solch entsetzliche Tat der Vernichtung ׳werdenden Lebens eine כפירה בהשנחת ד in des Wortes wahrster Bedeutung ist. היד ד׳ תקצר? Genau so verhält es sich mit der eugenischen Indikation בהדי כבשי דרחמנא למה לך. Wir sin!d;nicht befugt eine Zuchtwahl auszuüben, um, wie die Eugenik sagt, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des! ■Menschengeschlechts zu sichern und sie vor Entartung zu ,sjchützen. Diese Sorge müssen wir dem Vater des Menschengeschlechtes überlassen. Ebenslowenig ■wie bei der Frage der künstlichen Unterbrechung der Schwangerschaft soziale oder eugenische Gesichtspunkte eine Rolle spielen dürfen, so wenig bedeuten sie auch für die Frage der Conception&verhütung. In keiner der unzähligen תשובות, die diese Frage behandeln, wird ihrer auch!nur fm.it einer Silbe Erwähnung getan. Auch hier handelt es!sich!nur um die Frage von סכנה für die Frau oder für das Embryo [und um die Frage, welche Form der Verhütung