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Nahalat tsevi · 1931-05-01 · Heft 7 (Mai 1931) · p. Seite 242

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 7 (Mai 1931)
Date
1931-05-01
Page
Seite 242 (sequence 28)
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242 S. R. Hirsch זצ״ל sich gestellt sieht. Er hat sie gelöst, — soweit sie lösbar ist. Gelöst in der Anlehnung an die Großen früherer Zeiten. In seinen 19״ Briefen“ hat er das Ideal skizziert, im Chaurew es ausführlich dargestellt. Bewußtes Erkennen des Judentums, seiner Lehre und Ideen, bewußtes Erfassen des Sinnes der מ^ית/ des in ihnen zum Ausdruck kommenden Gedankeninhalts, — wie es die מדרשים andeuten, der Verfasser des Kusari und der ירמב״ן) gelehrt, das ist das neue, für seine Generation neue Bildungsideal, das S. R. Hirsch זצ״ל seiner Zeit und auch unserer gezeigt hat. Der Ausführung dieser Gedanken ist der größte Teil seiner Lebensarbeit gewidmet. Mit der Aufstellung dieses Biidungsideals hat er das Judentum in Deutschland, soweit wie noch möglich, gerettet. Von diesem Standpunkt aus kann nun Hirsch auch das zentrale Bildungsproblem der Lösung näher :bringen, das das גלות seit der Emanzipation aufgeworfen hat: nämlich das Verhältnis zur KulturderUmwelt. Dieses Problem ist überall da in seiner Schwere empfunden worden, wo Juden von der Kultur der Umgebung nicht abgeschlossen waren. Hirsch1 faßt das Problem zuerst im Chaurew in dem Kapitel über ״Erziehung“ an. Schon hier — wo es sich doch eigentlich um die Dar- Stellung und Sinnerfassung von Jisroels ״Pflichten in der Zer- Streuung“ handelt, erscheint es als jüdische ,Pflicht, neben jüdischen Unterrichtsgegenständen Deutsch, Schreiben, Rechnen, Naturkunde, Erdkunde und Geschichte zu behandeln. Das ist charakteristisch. Nicht als Kompromiß, — etwa weil der Staat es verlangt — will er den allgemeinen Unterricht in die jüdische Erziehung eingeführt wissen, sondern weil dieser allgemeine Unterricht ein wesentliches und wichtiges Hilfsmittel zur vertieften Erfassung des Judentums bildet. Er hat auch diese Gedanken später weiter ausgeführt. Aus diesen Gedankengängen heraus hat er in Frankfurt a. M. sein Schulwerk geschaffen, und er hat sie in Artikeln im ״Jeschürun“ und in den Aufsätzen, mit denen er die Schulprogramme begleitet, immer wieder in verschiedener Form ausgeführt. Es ist hier nicht der Raum dazu, dies in Einzelheiten auszuführen. Hingewiesen sei nur auf zwei sehr instruktive Programmabhandlungen S. R. Hirschs: ״Einige Andeutungen über den hebräischen Unterricht als allgemeines Bildungselement“ und ״die Beziehungen der allgemeinen Bildungselemente zur speziell l) Vgl. ״Neunzehn Briefe“, Brief 18.

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