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Nahalat tsevi · 1931-04-01 · Heft 6 (April 1931) · p. Seite 209

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 6 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 209 (sequence 31)
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20$ aus dem einheitlich geschlossenen Kreislauf seiner Forschung offenbart, und nur begleitet von einer solchen Seelenharmonie konnte Hirsch in so jungen Jahren bereits die Wahrheiten des Judentums bis in ihre letzten Tiefen erkennen. So bringt denn der vorliegende Brief des 26jährigen an seinen Vater, der die Erklärung des Leviathan in Verbindung mit der Sukkothidee enthält, im Grundprinzip nichts anderes zum Ausdruck als das, was Rabb. Hirsch so oft in späteren Jahren wiederholt, daß nämlich das Judentum, wahr gefaßt und wahr dargestellt, ein Band der Gerechtigkeit und Liebe schlägt um alle Wesen. Oder wie Hirsch dies im Chaurew § 586 einmal ausdrückt: ״....Alle Gesetze des Judentums sind nichts anderes als Gerechtigkeit und Liebe gegen alle Wesen oder Erziehung dazu. Die volle jüdische Wahrheit, wie sie zu uns in der״Schma“- Erkenntnis spricht, lehrt, daß Gottes Waltung selbst nur einheit lieh eins ist, seine versagende Gerechtigkeit selbst nur gewährende Liebe ist. 5. B. M. VI, 4. Besagt aber der Brief des 26jährigen an seinen Vater etwas anderes? , 1. Gerechtigkeit Gottes im individuellen Leben, im sozialen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen (menschengeschichtlichen) und staatlichen Leben. Gottes Gerechtigkeit wacht über die gesetzliche Ordnung seiner Welt, über die Erhaltung der Weltordnung, richtet als Weltrichter mit Milde seine Schöpfung. In der Welt des Seins herrscht aber die Potenz der Gewalt — nochosch briach! ln der Welt des Sollens herrscht dagegen die Potenz der Gerechtigkeit, es verwandelt sich hier gleichsam die Potenz der Gewalt in diejenige der Gerechtigkeit. 2. Die Liebe Gottes wacht über die Erhaltung der Welt- Ordnung, die in dem zur freien Beachtung ausgesproebenen Gesetz (Thauro) niedergelegt! ist. Gottes Liebe sorgt jeden Tag von neuem für verjüngte Weltschöpfung. ״Hamchadesch betuwau bechol jaum tomid mase bereschis. Der da täglich das Werk der Weltschöpfung erneuert“. Wie der Gerechtigkeit Gottes jeder einzelne Tag als Weltordner und Erhalter der Weltordnung erscheint, so sorgt

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