Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 6 (April 1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 186 (sequence 8)
- Belongs to
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Ist ״Gott, der tötet und beleibt, >der arm macht und reich“ — (das.), und nimmer ״verödet“ ein Dasein, 'dem Gott den Lebenskelch ,reicher Erfüllung gereicht, und ״nimmer brechen Gebeine“, denen Gott Schweres zu tragen gegeben — Und Gott sollte nicht in stolzer Vaterfreude einem Volke sidt zuwenden (Berachoth 20b), das ein kärglich Stück Brot nur zu!essen braucht, um segnend es sich zu bekennen, daß es reiche Lebenssättigung vor Gott gewonnen? — ״Ith־ war jung und bin auch alt geworden, habe aber noch keinen Gerechten verlassen gesehen, dessen Kinder Brot sich erbettelten“ (Ps. 37) — In tiefer Deutung lehren die Weisen dieses Bekenntnis uns verstehen: ,Und wäre dem Gerechten auch' das schwere Los beschieden, seine Kinder nach dem Stuck Brot darben zu sehen, er fühlte auch dann sich nicht verlassen und jhörte nicht auf, täglich vor Gott zu bekennen, daß ״es ihm noch1 nie gemangelt und auch nie an Nahrung fehlen werde1“-! ״Das ist das Brot der Armut“, das die Väter aßen, als pharaonische Knechtschaft mit Gehinnomqualen ihr Leben (vergillte. ״Das ist das Brot der Armut“, das die Väter aßen, als sie Pharaos Dienst mit Gottes Dienste vertauschten — es ward berufen, Gan Eden ihrem Leben zu bereiten. ״Jeder Hungernde komme“ und greife danach. Hart die Armut unseres Lebens noch1 immer nicht die Sehnsucht nach jenem Reichtum uns gebracht, den allein das ״Brot der Armut“ uns zu spenden vermag? Nur von Gottes Tisch1 Vermögen Wir ihn uns zu holen. Auf Gottes Heiligtumstisch lagerten die ״Brote der Armut“ des jüdischen Volkes. Von Sabbat zu Sabbat wurden sie erneuert. Und die Priester des Heiligtums grüßten sich' mit dem Sabbatgruß, dem Heiligtumsgruß, zu dem ihnen der Paradieseshauch Berechtigung lieh, der •diese Brote des jüdiscfien Reichtums umschwebte: ״Dessen!Name auf diesem Hause ruht, lasse ruhen unter euch Liebe und Brüderschaft, Frieden und Freundschaft“ (Berachoth 12a). Das! laßt uns unseren Kindern erzählen, wenn in der Sedernacht ihre Augen fragend 'auf die ״Brote der Armut“ gerichtet sind, damit sie reich und gesättigt sich' einst fühlen und *mnmer das Gute ihnen fehle, auch wenn der Lebenstisch ihnen ärmlich gedeckt Ist,