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Nahalat tsevi · 1931-04-01 · Heft 6 (April 1931) · p. Seite 185

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 6 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 185 (sequence 7)
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183 unendlidien ״Lichtstrahlen“ umflossen, da für das /Gott entfremdete ,Auge alle Sterne der Nacht ihm erloschen schienen. Da wußte er, den sie den ״Aermsten“ nannten, sich Gott nahe und ״von Gottes Engeln sich beschirmt auf allen seinen Wegen“.— Und so erhebt er sich inmitten der Nacht, die ihn umgibt, zur stolzen Größe und bietet alsi Führer! Sich den nach Leben und Glück Verlangenden: Ihr ״verlanget nach Leben“, wollet ״Gutes nur schauen“? Dann wendet euch ab von den ״Löwenmächtigett“, die auf eigener Kraft ihr Leben erbauen zu können wähnen: Laßt sie ruhig an ihrem Leben zimmern, die Stützen tief in das Erdreich ihres!die Eigenkraft vergötternden Hochmuts senken — es brechen die Stützen, berstend stürzt ihr Lebensbau in sich zusammen, und kommt die ״Armut“ über sie, der sie für immer zu entfliehen wähnten, dann reißt der Hunger ihren Leib in das Grab, dem sie ihre Seele längst geopfert. ״Kein Mangel denen, die ihn fürchten“ ״ —יdie Gott fürchten, denen mangelt niemals das Gute!“ — < Ihr habt Gott gesucht, weil ihr ohne Gott euer Leben einzubüßen fürchtet, weil euer Leben nur in Gottes Nähe zu erstehen vermag, ihr habt Gott gefunden, durch rückhaltlose Aufnahme seines heiligen Willens Gottes Nähe euch errungen, Gott ist!euch zum ״wissenden Gott“ geworden, ״dem alle Handlungen des Menschen zugezählt werden“ (S. I, 2) — dann brauchen auch die sich drängenden Rätsel des Lebens euch nimmer zu schrecken: in Gottes Nähe finden sie alle ihre einzig mögliche Deutung. Der schöpferische, weltengestaltende Gotteswille, der auch Menschenleben zur freudigen Einordnung in seinen Weltenplan beruft, weiß allein, weshalb ״die Satten von gestern sich um das kärgliche Brot verdingen;müssen und die Hungernden aufhören zu hungern“, weshalb ״die Kinderlose sieben gebiert, während die Kinderreiche ihre Kinder ins Grab senkt“ (das.) Und wo Gott fernes Leben unter der furchtbaren Wucht ihm unfaßbarer Schickungen, die ihm Aüsgeburte gräßlicher Sinnlosigkeit sind, ohnmächtig ״im Finstern verstummend“ erliegt, — findet Gott nahes Leben, dem Gottes Wille in jedem Augenblick die Tat beflügelt, das Recht und die K ra f t, hungernd und leidend, sterbend und vergehend, von dem ״ewigen Guten“ zti singen, dessen ein Leben begnadet ist, das zum willigen Werkzeug göttlicher Waltung freudig sich weiht — denn e$

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