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Nahalat tsevi · 1931-04-01 · Heft 6 (April 1931) · p. Seite 184

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 6 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 184 (sequence 6)
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184 des Armen und Enterbten (so nennt ihn die Gedankenlosigkeit) wunderbar sich erweist. Denn er ״hat Gott gesucht, und Gott hat geantwortet“ — damals, als inmitten aller Erdenfülle das Grauen vor der Oede des Lebens ihn packte, als er trotz aller irdischen Sonnen, die ihm leuchteten, in trostlose Nacht zu versinken drohte, als seine Seele in grenzenloser Verlassenheit aufschrie nach dem Fels, an den sie sich klammern könnte, nach dem Erlöser, der sich' ,ihrer anzunehmen bereit wäre, als sie verdurstend nach dem Lebensquell schmachtete, hungernd nach Lebensnahrung lechzte, damals hatte Gott in!unendlichem; Erbarmen sich zu ihm niedergeneigt, hatte ihm die Rechte entgegengestreckt und ihm mit Seinem heiligen Willen, der ihm sein Leben deutete •und sich ihm als Wegeweiser fürs Leben darbot, erquiekenden Lebensquell erschlossen, sättigende Lebensnahrung gereicht und mit ewigem Lebensreichtum begnadet ״köstlicher Ells Gold und Geschmeide, süßer als Honig und feinster Seim“.— : . ׳ ־ Damals hatte Gott unendliches ״Licht“ in sein Leben gestreut,, hatte sein Leben zu Seiner Lichtnähe erhoben und ihm das Recht gegeben, fortan jede Daseinsspende, leicht oder schwer, freudvoll oder leidvoll, aus seiner beglückenden Rechten zu empfangen. Seitdem durfte er aus Gottes Hand die Nahrung seines: Lebens sich holen, die sich ihm willig öffnete, um ״sein Verlangen zu sättigen“. Und sie sättigte seine Seele und sättigte seinen Leib. Aber alle Sättigung des Leibes hätte er freudig hingegeben, wenn er sie durch Verkümmerung und Verödung der Seele hätte erkaufen müssen. Seitdem durfte er in dankbarem Aufblick zu Gott täglich und stündlich bekennen, daß ״ihm durch Gottes große Güte nie etwas gemangelt, es ihm nie an Nahrung fehlen werde“ — . Denn in vertrauensvoller Hingabe an den Gotteswillen lernte er seihen Willeh nicht nur dem Gotteswillen zu unterordnen, sondern alles sehnende Verlangen im Gotteswillen aufgehen zu läSseb: lernte freudig und rüstig alle von Gott verliehenen Kräfte r%en,'üm-sein' Leben vor Gottes Auge aufzubauen, dessen Gestaltung jedoch er "der wissenden und begreifenden Gotteswaltürig־ ruhig überließ. Und so wußte er sich eins mit dem Gotteswilleh und stand nimmer hungrig auf vom Gottestisch und vermochte das ״Hallei“ änzustimmen, auch als das Leben ihm nächtete. Dehn in keinem Augenblick fühlte er sich mehr von

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