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Nahalat tsevi · 1931-02-01 · Heft 4-5 (Februar 1931) · p. Seite 178

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 4-5 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 178 (sequence 68)
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178 Gab es also keine rein städtische Bevölkerung in Erez Jißroel? O ja, in den ערי חומה. Die ummauerten Städte waren vom Lande abgelöst. Dort konnte das Hauseigentum bleibend in andere Hände übergehen. Dort konnte eine Bevölkerung entstehen, die vom Lande abgelöst war, die in Handel und Industrie ihren Erwerbsberuf finden mußte. Diese rein städtische Bevölkerung war aber in der Minderheit, und das hatte vor allem darin seinen Grund, daß in Erez Jißroel als ערי חומה nur solche Städte geduldet werden durften, die schon seit den Tagen Josuas mit einer Mauer umgeben waren. Und nun wird uns der Schuschan-Purim in einem neuen Lichte erscheinen. Seit je waren im Galuth die Stadtjuden viel mehr als die יהודים הפרדס von der Gefahr der Assimilation bedroht. So nahmen auch die Juden von Susan im Gegensatz zu den Provinzjuden teil am Gastmahl des Achaschwerosch. Sie lebten im Wahne, damit den Antisemitismus aus der Welt schaffen zu können. Sie haben sich bitter getäuscht. Denn gerade sie haben mit ihren Feinden zwei Tage lang kämpfen müssen. (Esther 9,18). Nichtsdestoweniger wollten die Juden von Susan, als die Gefahr vorüber war, nur den damaligen 15. Adar festlich begehen, ועשה אתו יום משתה ושמחה, im Gegensatz zu den Landjuden, die aus eigener Initiative schon damals ein für alle Male den 14. Adar mit allen Attributen des Purimfestes versahen (V. 19 das.). Die Juden von Susan befürchteten von einer alljährlichen Purimfeier ein alljährliches Wiedererwachen feindseliger Gesinnungen auf nichtjüdischer Seite. Auch die יהודים הפחים hatten ursprünglich die Absicht, ihrerseits nur den damaligen 14. Adar zu einem יום משתה ושמחה zu machen (V. 17 das.). Die Initiative zur Festsetzung eines alljährlichen Purimfestes wollten sie den Juden der Hauptstadt Susan überlassen. Als sie aber sahen, wie die Juden in Susan keine Anstalten machten, ein alljährliches Purimfest einzusetzen und nur den damaligen 15. Adar zu einem יום משתה ושמחה machten (V. 18 das.): על כן ונו׳, darum gingen sie selbständig vor und versahen schon damals ein für alle Male den 14. Adar mit allen Merkmalen des Purimfestes (V. 19 das.). Gegen die Aengstlichkeit und Indolenz der Susaner wandte sich das Edikt, das Mordechai an alle Juden richtete und in dem er bestimmte, daß künftighin alljährlich׳ der 14. und der 15. Adar in nah und fern gefeiert werden sollte (V. 20—22

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