Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 4-5 (Februar 1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- Seite 157 (sequence 47)
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15*!Worten kennzeichnet: das Festhalten an diesem Prinzip wurde als notwendiges Uebel empfunden? Ueber die Verzerrung und den Mißbrauch des תועד׳א Prinzips, die dieses der nach Ehrlichkeit strebenden Jugend verleidet haben, wird noch zu reden sein. .Wie ist es aber mit dem unverzerrten Prinzip? — Die Wegbereitung des עיקר שכינה בתחתונים des Zustandes der Eden gleichen Gottnähe auf Erden, das ist die Aufgabe Israels in der Geschichte. Es ist Israels Aufgabe, das irdische Leben derart mit תורה zu durchdringen, daß והי׳ ה' למלך על כל הארץ , daß sich nichst mehr auf Erden der uneingeschränkten Herrschaft Gottes verschließt und auf ״den Schellen der Rosse stehen wird: Heiligtum Gottes und die Töpfe im Hause Gottes;werden wie die Sprengbecken vor dem Altar“. Durch Ueberwindung der erdgebundenen Körperlichkeit hat der einzelne jüdische Mensch sein ganzes irdisches Leben Gott und seiner תורה zu unterstellen, um dann erneut das irdische Leben von הקביה zurückzuerhalten, oder aber um hl Rabb. Hirschs קרבנות -Sprache zu reden: erst nach vollzogener שחיטה und זריקה und im Anschluß an diese ist die אכילת קדשים מצוד.. Dieser Ueberwindung der Erdgebundenheit stellen sich die mannigfachsten Hemmungen entgegen. Mit tausend Fäden ist der Mensch — auch der jüdische Mensch — mit der Erde verknüpft. Nicht nur mit seinem gesamten Innenleben, sondern auch mit seinem ganzen Erkenntnisstreben über alles, was auf Erden ist, war und sein soll, mit allen Empfindungen und Erlebnissen auf ästhetischem Gebiet steht der Mensch auf der Erde. Das Endziel: Ueberwindung der Erdgebundenheit ist klar. Wie;aber der Weg? Solange seit Eintritt des jüdischen Volkes in das Golus die versprengten Teile Israels unter sich wohnten, solange sie sich — soweit wenigstens der nördliche deutsch-französische, später polnisch-ungarische Golusstrom in Frage kommt — um das Getriebe der Wirts- Völker, ihre Kulturen und ihre Betrachtung der Welt nicht kümmerten, solange schützte die Thora und das von ihr geschaffene Milieu die Glieder des jüdischen Volkes vor dem Versinken in die irdische Welt. Es gab ja für uns keine Erkenntnis ohne תורה , kein höheres Erlebnis auf der Welt, das sich von der תורה irgendwie loslöste. Ganz anders ward es in dem Augenblick, in dem durch veränderte politische und kulturelle Verhältnisse die jüdischen Menschen in innigste Berührung mit den Anschauungen und Strebungen der Völker