Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 4-5 (Februar 1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- Seite 155 (sequence 45)
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155 weis seines למדנות gegeben, warum er denn der ע־ז gedient habe, worauf ihm מנשה antwortete, wenn du dort gewesen wärest, hättest du die Säume deines Gewändes geschürzt, um dem Götzendienst nachzueilen. Zur Zeit des ersten ביהמ״ק herrschte ein יצר הרע zur ע״ז, den sich die späteren Geschlechter gar nicht mehr vorstellen konnten. Erst mit der Zerstörung des ersten ביהמ״ק wurde, wie unsere חכמים berichten, auch der יצר הרע zur ע״ז vernichtet. In allen Zeitaltern sind es andere Umstände, die die Erfüllung der תורה erschweren, Umstände und Störungen, die späteren Geschlechtern gar nicht als dazu angetan erscheinen, ja von denen sich die späteren Geschlechter gar nicht mehr vorstellen können, daß sie jemals dazu angetan waren, die Erfüllung der תורה zu hemmen. So war רב אשי unverständlich, was מנשה zur ע״ז führte, so verstehen wir heute manches nicht, was in früheren Zeitaltern der Thora störend entgegentrat, so versteht unsere heutige Jugend mit ihren Sorgen und Problemen nicht mehr die Probleme, die Rabb. Hirsch für seine Zeit so [meisterhaft gelöst hatte. Was zur Zeit der Entstehung der ״Neunzehn Briefe“ die damalige Jugend sich auf dieses Werk stürzen und fast auswendig lernen ließ, wie uns glaubhaft berichtet wird, das läßt die heutige Jugend, die die Ideale der Kulturwelt zusammenbrechen sah, völlig kalt. Das Humanitätsideal der Nach-Revolutions-Jahre der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts verursacht heute im Zeitalter des Nationalsozialismus und der schwersten wirtschaftlichen Sorgen keinem jungen Menschen mehr Kopfzerbrechen. Diese Tatsache, vereint mit dem Umstand der wohl zweifellos überlebten Sprache, die dem, der den großen Lehrer זצ־ל in seinem zündenden Wort gehört, sicherlich den Meister erneut vorführt, die aber dem auf moderne Sachlichkeit eingestellten jungen Menschen als schwer lesbares Pathos erscheint, dürfte es vielleicht erklären, warum die heutige Jugend sich nicht der Mühe unterzieht, aus den Worten Rabb. Hirschs die Werte herauszuarbeiten, die unabhängig von jeder Zeit sind, Werte, die durch die großartig geschlossene Darstellung und Zusammenstellung von תושב״ב und תושבע״ם Rabb. Hirschs zweifellos eine ewige Stellung unter den מפרשי התורה sichern. Nun aber zu der eigentlichen Frage, die Herr Dr. Munk selbst ja!schon kurz beleuchtet, zur Frage des תורה עם ד׳א . Herr Dr. Munk macht mit Recht den Mißbrauch, der mit dem Grundsatz von תועד״א getrieben worden ist, für die eigentüm-